Osternacht am 16. April: „Wir sind, weil du lebst“ – Die Kirche der Zukunft…



In der Trierer Herz-Jesu-Kirche ist alles “.sredna – anders“. Die Osternachtsfeier kann beginnen.
Der Altartisch steht mitten in der Gemeinde, die Menschen werden sich gegenseitig anschauen, die Osterkerze spiegelt das Misereor-Hungertuch, das Oster-Wasser ist für alle sichtbar.

Während in der Kirche alles vorbereitet wird, schmücken die 8 erwachsenen Taufbewerber aus dem Iran und Afghanistan ihre Taufkerzen. Die gehörlosen Ostergäste sind dabei und verzieren ebenso ihre eigenen Osterkerzen. Inklusion total.

Das Osterfest bringt ganz unterschiedliche Menschen zusammen. Abends werden es noch viel mehr sein, über 200. Nein, an Ostern geht nicht um den „Oster-Hasen“. An Ostern geht es um Jesus Christus: „Wir sind, weil er lebt!“


         

Am Abend beginnt die Feier draußen am Feuer. Das Feuer und die Kerze werden gesegnet, dann ziehen wir mit der Kerze in die Kirche ein. Es folgt der Große Lobgesang auf die das Licht der Osterkerze. Dann hören und sehen wir die 7 Lesungen des Festes aus dem Alten und dem Neuen Testament.
   
  
Unsere iranischen Freunde singen ein Lied in Farsi – die Gottesdienstbesucher sind sehr berührt. Dann wird das Osterwasser mit der Osterkerze gesegnet. Die Vorbereitungen für die Taufe sind abgeschlossen. Für die Taufbewerber aus dem Iran und aus Afghanistan ist das ein wichtiger Schritt. Sie wollen ein neues Leben führen, hier bei uns – und sie interessieren sich für einen Gott, der befreit – und der nicht unterdrückt. Sie wollen zur Gemeinschaft Jesu (= Kirche) gehören, weil sie hier Menschen erleben, die gut zu ihnen sind – und die einen Gott verkünden, der keine Angst macht und der das Leben will.Diese 8 Erwachsenen sind schon die „3. Generation“ von Taufbewerbern, die Farsi sprechen. Menschen aus der „1. und 2. Generation“ unterstützen sie als Katecheten und Paten.
   
Nach der Taufe werden die 8 neuen Mitglieder des „Volkes Gottes“ mit dem Chrisam gefirmt, das heißt bestärkt. Sie können es gut gebrauchen. Ihr Lebens- und Glaubensweg wird nicht einfach. Sie wissen noch nicht, ob sie in Deutschland bleiben können, sie wissen noch nicht, wo ihr Lebensweg weitergeht. Es wird von ihnen noch viel verlangt. Alle wollen unbedingt Deutsch lernen. Auf einigen Taufkerzen war die schwarz-rot-goldene Fahne zu sehen.
Wir werden sie nach Kräften unterstützen, egal, ob sie in Trier oder sonstwo in Rheinland-Pfalz leben. Wir haben bis jetzt schon erlebt: Es gibt ein „katholisches Netzwerk“. Überall finden wir Menschen, die katholisch sind und die Flüchtlinge aufnehmen und begleiten.
Nach der Firmung werden die selbst gemachten Taufkerzen an der Osterkerze angezündet. Möge der Auferstandene Herr Licht und Wegweisung für ihren Lebensweg sein!
 

    
 

Dann wird das Mahl des Auferstandenen gefeiert. Die Neugetauften nehmen zum ersten Mal daran teil. In Brot und Wein ist Jesus gegenwärtig – bis er wiederkommt am Ende der Zeit. So hat er es versprochen. Nach weiteren deutschen Oster-Liedern und einem Danklied in Farsi, nach dem Schlussgebet und dem Segen geht die Feier unter der Empore und in der ganzen Kirche weiter -  die letzten machten nachts um halb zwei das Licht aus.
Viele Leute bedankten sich: für die schöne Feier, die Musik, für das bewegende Zeugnis der neu Getauften, für den festlichen Empfang unter der Empore und in der Kirche. Die Kinder hatten viel zu sehen und zu erleben. Ein ältere Frau sagte beim Abschied: „Ich habe heute die Kirche der Zukunft erlebt! Ich bin überglücklich!“
Dem ist nichts hinzuzufügen – außer einem kräftigen: „Halleluja, Jesus lebt!“

  
 

Abendgebet mit Austeilung der Hl. Öle für das Dekanat Trier – am 12. April – “.sredna“ hat begonnen!

   
Am Mittwoch vor Ostern weiht der Bischof in der „Chrisam-Messe“ die Heiligen Öle: das Katechumenenöl für die Taufvorbereitung, das Chrisam für Taufe, Firmung und Weihe und das Krankenöl für die Krankensalbung.
Bei einem Abendgebet wurden auch diesmal die Heiligen Öle an die Pfarreien des Dekanates Trier ausgeteilt. Dazu kamen viele Küsterinnen und Küster aus den Kirchen des Dekanates mit ihren Gefäßen. Diakon David Bruch füllte die mit den verschiedenen Ölen.
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“.sredna – anders. sehen hören schmecken“ – Kirchenprojekt vom 12. April bis 14. Juni in der Herz-Jesu-Kirche Trier

Das Leben gibt oft Rätsel auf, die wir auf den ersten Blick nicht verstehen.
Manchmal muss man die Richtung, den Blickwinkel, die Perspektive ändern. Anders hinschauen. Anders hören. Anders schmecken. Anders wahrnehmen.

Der erste Blick kann sehr unbequem sein. Ungewohnt. Fremd. Mit etwas Geduld und Neugier erleben wir dann vielleicht auch Überraschungen, neue Einsichten, neuen Glaubens- und Lebensmut. Das wollen wir in unserer Herz-Jesu-Kirche ausprobieren. Anders sehen, hören, schmecken. Hier das ganze Programm

Hier die ersten Bilder aus der umgestalteten Herz-Jesu-Kirche:

           
  
        

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KOMMT NOCH: Vortrag „Dürfen wir uns töten oder töten lassen“ am 30. März in Ochtendung

Vortrag: „Dürfen wir uns töten oder töten lassen“ im Alten- und Pflegeheim St. Martin, Ochtendung am 30. März 19:00 – 20:30 Uhr

Was bedeutet Sterbehilfe, Sterbebegleitung und Beihilfe zur Selbsttötung (Assistierten Suizid)? Was dürfen die Ärzte machen? Dürfen wir entscheiden, wie wir sterben wollen? Wie können wir besser verstehen und begreifen?
Referent Prof. Dr. Heribert Niederschlag von der Theologische Hochschule informiert und erklärt.
Mit Gebärdensprachdolmetscher.
In Zusammenarbeit mit:

KOMMT NOCH: Vortrag „Nach der Pflegereform – und neue Begutachtungsinstrument und die Leistungen der Pflegeversicherung am 18. Mai in Ochtendung

Vortrag: „Nach der Pflegereform – und neue Begutachtungsinstrument und die Leistungen der Pflegeversicherung im Alten- und Pflegeheim St. Martin, Ochtendung am 18. Mai 19:00 – 20:30 Uhr

Seit Januar 2017 ist die Pflegereform. Welche Aufgabe hat das neue Begutachtungsinstrument? Was ändert sich ab 2017 die Leistungen der Pflegeversicherung? Welche Pflegegrade gibt es? Wie viel zahlt die Pflegeversicherung?
Referentin Gisela Romann von der Verbraucherzentrale informiert und erklärt.
Mit Gebärdensprachdolmetscher.
In Zusammenarbeit mit:

KOMMT NOCH: Große Moselfahrt mit Grillfest des KGV St. Josef Koblenz am 25. Juni

Weil die Schifffahrt mit Frühstücksbrunch im letzten Jahr so schön war, gibt es auch in diesem Jahr nochmals einen Schiffsausflug – aber nicht auf dem Rhein, sondern auf der Mosel – und nicht mit Frühstücksbrunch sondern als Grillfest! Treffpunkt ist Anlegestelle 10 am Koblenzer Rheinufer – um 10:45 Uhr. Das Schiff fährt um 11:15 Uhr ab. Auf dem Schiff ist das Grillfest. Helga Kleefuß hat Plätze reserviert. In Alken/Mosel macht das Schiff eine Pause von 2 Stunden für Spaziergang, Weinkeller oder Kaffeetrinken. Kosten: 10 Euro für Mitglieder KGV St. Josef, 37 Euro für Nichtmitglieder, Kinder 7 Euro. Weitere Infos und Anmeldung bei Helga Kleefuß, Niederzissen Fax 0 26 46 / 8 80 oder Kleefuss@ kgg-trier.de oder im Pfarrbüro info@kgg-trier.de. Bitte bis 1. April 2017 anmelden – wegen Reservierung auf dem Schiff.