13. Mai

Agnes, eine recht stark geistig behinderte Frau, die nicht sprechen kann, hatte die Zeit in Trier offensichtlich sehr intensiv erlebt. Zwei Wochen nach der Wallfahrt traf sie in Tecklenburg ein anderes Teammitglied. Sie umarmte sie und holte dann aus ihrem Zimmer das Gebetsblättchen aus dem Dom mit dem Bild vom Heiligen Rock und überreichte es als kostbares Geschenk. Sie strahlte übers ganze Gesicht. Dann rannte sie zum Zeitungskorb, wühlte darin herum, zog die Kirchenzeitung heraus und blätterte hektisch. Schließlich fand sie das Bild: die Großaufnahme des Heiligen Rockes aus dem Dom in Trier. Dann entspannte sie sich und sagte einfach „Ja“ aus ihren tiefsten Tiefen heraus. „Ich würde sofort wieder mitmachen“, sagte Jonathan im Anschluss an Wallfahrt.

Eine kostbare Reliquie (=Überbleibsel) von der Wallfahrt ist das Buch vom letzten Tag.

In diesem Buch sind die Auswertungen der Teams enthalten – mit Hilfe eines Abschnitts aus den Ostergeschichten im Johannes-Evangelium (Joh 20,19-20):

„Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht… die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: ‚Friede sei mit euch!‘ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.“
So ergaben sich für die Teams 4 Auswertungsfragen:
1. Wovor habe ich mich gefürchtet, bevor ich nach Trier kam?
2. Wo habe ich im Laufe der Tage Jesus begegnet?
3. Welche Wunden habe im Laufe der Tage berührt?
4. Worüber habe ich mich gefreut?

  

  

  

Die Erfahrung der Gegenwart Jesu geht weiter.

Es ist unglaublich, was geschieht, wenn Jesus „zusammenführt, was getrennt ist“ und wenn Menschen sich von ihm zusammenführen lassen.

Ralf Schmitz

(unter Verwendung von Texten von Thomas Bastar, Astrid Froeb und Dorothea Lagemann und Daniela Eichhorn)

 

 

Vortrag zum Thema „Pflegeversicherung“ am 18. April in Ochtendung

Zum Vortrag am 18. April waren 22 gehörlose Interessierte nach Ochtendung St. Martin gekommen. Viele Menschen brauchen im Alter Pflege und Unterstützung. Pflegegeld von der gesetzlichen Kasse bekommt jeder, der für mindestens zwei Tätigkeiten des täglichen Lebens Hilfe benötigt und vom MDK eine Pflegestufe bescheinigt bekommt. Ein Teil der Kosten dafür übernimmt die Pflegeversicherung. Nach dem neuen Pflegeversicherungsgesetz gibt es mehr Leistungen für Menschen die an Demenz erkrankt sind. Frau Pickardt und Frau Urbanek vom Pflegestützpunkt
Maifeld haben umfangreich informiert und Fragen beantwortet. Das Thema wird uns in einer alternden Gesellschaft weiter beschäftigen.
Herzlichen Dank an das Alten- und Pflegeheim St. Martin und die Leiterin Frau Herzog-Sauer für die tollen Zusammenarbeit!

  


Trierer Stadtgeschichte in DGS am Dienstag, 16. April

Das Trierer Stadtmuseum informiert:
Stadtgeschichte für Hörgeschädigte
Am Dienstag, dem 16. April um 20 Uhr führt Dr. Bernd Röder zusammen mit dem Gebärdendolmetscher Michael Schmauder-Reichert durch das Stadtmuseum Simeonstift. Angesprochen sind Hörgeschädigte und Gehörlose. Anhand von ausgewählten Exponaten der Dauerausstellung erläutert der Kunsthistoriker die Stadtgeschichte Triers, die dann in Gebärdensprache übersetzt wird. Der Rundgang führt vom Trebetabild zur Gründung der Stadt unter anderem auch zum mittelalterlichen Marktkreuz bis hin zu Zeugnissen der kurfürstlichen Zeit. Das Stadtmodell zeigt anschaulich die Stadt um 1800 und ist Station auf dem Weg durch die Geschichte Triers bis in das 20. und 21. Jahrhundert.
Abbildung: Der Rundgang zur stadtgeschichtlichen Führung durch das Simeonstift beginnt im Trebetasaal. 18. Jahrhundert. Foto: Stadtmuseum Simeonstift

 

Schulung für die Arbeit mit der neuen Website am 8. April

Die Köpfe rauchten. Mediengestalter und Administrator Michael Maxein aus Hameln (früher Neuwied-Gladbach) erklärte Anne Freitag, Norbert Herres und Ralf Schmitz den Aufbau der neuen Website: Beiträge schreiben, Bilder und Medien „hochladen“, Termine eingetragen. Dann kommen die Feinheiten.
Eine Website ist etwas „Lebendiges“. Sie wird von Menschen gemacht und von Menschen benutzt. Wir freuen uns auf weitere Ideen und Anregungen – und versuchen, die Seite lebendig zu halten. Herzlichen Dank an Michael Maxein, der unsere Website auch weiterhin „pflegt“. (rs)

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Ostermontag 1. April: „Brannte nicht unser Herz?“

Es war der 1. April – aber kein „Aprilscherz“: Im Clubheim der Gehörlosen in Saarbrücken-Jägersfreude feierten wir zusammen mit dem KGV „Bleib-Treu“ den Ostermontag. Die Osterkerze erzählte die Geschichte des Osterfestes – und unseres neuen Themas: „Alle inklusive“. Auch im Saarland stehen einige große Festlichkeiten an: am 18. Mai werden 9 junge Christen aus der „Ruth-Schaumann-Schule“ Lebach in unserem Pfingstgottesdienst in Saarbrücken die Firmung empfangen. Der Kath. Gehörlosenverein „Bleib treu“ feiert sein 95jähriges Bestehen mit einer Festversammlung und einer Kulturnacht. Schön, dass Ostern noch weitergeht! (rs)

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Ostern, 31. März: „Neu in Bewegung kommen“

Mit dem Hochamt am Ostersonntag ging die Feier der Ostertage zu Ende. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen mit Papst Franziskus und die Erfahrung mit einem „Überbleibsel“ aus der Heilig-Rock-Wallfahrt: einem Kunstwerk von Heinrich Feld.
Es gibt immer wieder diese Erfahrungen, die auch Maria Magdalena machen konnte: Wenn wir besonders traurig, müde und hoffnungslos sind, passiert manchmal etwas Wunderbares. Dann will Jesus, dass wir uns neu in Bewegung setzen – und aufstehen! Auf dem Bild von Heinrich Feld sieht es aus, als ob der Rock tanzt, wenn wir den Vorhang lüften – gegen die Vorschriften. Möge das Osterfest 2013 uns in Bewegung halten!
Herzlichen Dank an alle, die die Ostertage mit der KGG gefeiert haben – in der Ostergruppe, im Gebärdenchor, als gehörlose und hörende Lektor/in, Kommunionhelfer/in,  als Besucher/in, als Mit-Feiernde. Besonders herzlichen Dank an Stefanie Könen und Katja Groß, die die Ostergruppe im Pfarrhaus  4 Tage lang begleitet haben.
Alle inklusive! (rs)

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Osternacht, 30. März: „Alle inklusive“

Die Osternacht begann kalt und windig: Draußen, am Feuer vor der Kirche. Vorsichtig konnten wir das Licht in die Kirche hin retten. Immer ein besonderer Moment. Das Licht, die Lesungen, das Wasser – sie kommen zusammen und wecken Hoffnung und Freude. In diesem Jahr stand die Kerze mit ihrem „Namen“ im Mittelpunkt: „Alles inklusive“. Anschließend konnten wir in der Kirche zusammen Ostern feiern und auf die Auferstehung Jesu mit einem Glas Sekt anstoßen. Halleluja.

 

 

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Karfreitag, 29. März: „Das Leiden und Sterben Jesu – und die Passion Trier 2012″

Am Karfreitag steht die Leidensgeschichte Jesu im Mittelpunkt. Wir haben sie mit der Leidensgeschichte von Menschen verbunden: Trier 2012. Im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt haben wir in der Stationskirche Herz-Jesu und in der Stadt Leiden von Menschen erleben können.
In der Leidensgeschichte nach Johannes stirbt Jesus mit dem Wort: „Es ist vollbracht!“ Er ist am Ziel seines Lebens. Alles ist geschafft! Wir haben versucht, dieses Wort zu verstehen – und unser JA zu dieser anderen Sicht zu sagen.
Im Anschluss an die Feier waren wir wie in jedem Jahr auch wieder im Pfarrhaus zusammen: bei Kaffee und einem einfachen Kuchen.
Auch das gehört dazu: Dass wir uns gegenseitig in der Traurigkeit nicht allein lassen. Es wurde auch – wie bei einem guten Beerdigungskaffee – aus vollem Herzen gelacht! „Alles inklusive!“

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Gründonnerstag, 28. März: „Abendmahl – Fußwaschung – Ölberggang“

Wie immer stand der letzte Abend Jesu mit seinen Freunden im Mittelpunkt. Das „Testament Jesu“ besteht aus 2 Zeichen: der Feier des Mahles und der Fußwaschung. 2 Zeichen der Liebe! Beide zusammen weisen auch den Jüngerinnen und Jüngern Jesu den Weg. Während wir die Fußwaschung in der Herz-Jesu-Kirche mit der Oster-Gruppe, einigen Mitgliedern unserer Gemeinde und mit Gästen aus der Wohngemeinschaft „Smile“ und aus der Nachbarschaft in Herz-Jesu gefeiert haben, ging Papst Franz in ein römisches Jugendgefängnis und wusch einigen Gefangenen  die Füße. 2 waren Frauen, eine davon eine Muslimin. Aufregung im Vatikan.  “Alle inklusive“! Weiterlesen

Ostertage 2013: „Alle inklusive“

Manchmal suchen wir lange nach einem Thema – manchmal werden wir auch von einem Thema gefunden. so ist es uns in diesem Jahr gegangen. Wir suchten ein Thema für die Ostertage: Es sollte an die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 erinnern, es sollte das Motto „und führe zusammen, was getrennt ist“ fortsetzen. Es sollte etwas mit dem Glauben zu tun haben – und natürlich mit Jesus. Um den geht es ja vor allem!
Dann kam alles ganz anders! Papst Benedikt ist in den Ruhestand getreten, Papst Franziskus wurde gewählt. Er geht seinen eigenen Weg – freundlich, bescheiden, einfach. Er stört sich nicht sehr an unwichtigen Vorschriften. Die ganze Welt reibt sich verwundert die Augen – zu Ostern!
In unserer Gemeinde zeigte sich: das Thema „Inklusion“ ist die Überschrift über die Veranstaltungen in den nächsten Wochen, bei der Renovabis-Fachtagung am 19./20. April in Trier, beim „Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 5. Mai  in Trier und am 30, Mai beim „inklusiven“ Fronleichnamsfest in  der Jugendkirche auf dem Flughafen Hahn. Weitere Veranstaltungen werden dazu kommen.
Das Thema „alle inklusive“ hat uns gefunden! Und wir haben es gern angenommen. Wir staunen, wie es sich entwickelt…. bis hin nach Rom!

Gründonnerstag

Wie immer stand der letzte Abend Jesu mit seinen Freunden im Mittelpunkt. Das „Testament Jesu“ besteht aus 2 Zeichen: der Feier des Mahles und der Fußwaschung. 2 2 Zeichen der Liebe! Beide zusammen weisen auch den Jüngerinnen und Jüngern Jesu den Weg. Während wir die Fußwaschung in der Herz-Jesu-Kirche mit der Oster-Gruppe, einigen Mitgliedern unserer Gemeinde und mit Gästen aus der Wohngemeinschaft „Smile“ und aus der Nachbarschaft in Herz-Jesu gefeiert haben, ging Papst Franz in ein römisches Jugendgefängnis und wusch einigen Gefangenen  die Füße. 2 waren Frauen, eine davon eine Muslimin. Aufregung im Vatikan.  “Alle inklusive“!

Karfreitag

Am Karfreitag steht die Leidensgeschichte Jesu im Mittelpunkt. Wir haben sie mit der Leidensgeschichte von Menschen verbunden: Trier 2012. Im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt haben wir in der Stationskirche Herz-Jesu und in der Stadt Leiden von Menschen erleben können.
In der Leidensgeschichte nach Johannes stirbt Jesus mit dem Wort: „Es ist vollbracht!“ Er ist am Ziel seines Lebens. Alles ist geschafft! Wir haben versucht, dieses Wort zu verstehen – und unser JA zu dieser anderen Sicht zu sagen.
Im Anschluss an die Feier waren wir wie in jedem Jahr auch wieder im Pfarrhaus zusammen: bei Kaffee und einem einfachen Kuchen.
Auch das gehört dazu: Dass wir uns gegenseitig in der Traurigkeit nicht allein lassen. Es wurde auch – wie bei einem guten Beerdigungskaffee – aus vollem Herzen gelacht! „Alles inklusive!“

Ostern

Die Osternacht begann kalt und windig: Draußen, am Feuer vor der Kirche. Vorsichtig konnten wir das Licht in die Kirche hin retten. Immer ein besonderer Moment. Das Licht, die Lesungen, das Wasser – sie kommen zusammen und wecken Hoffnung und Freude. In diesem Jahr stand die Kerze mit ihrem „Namen“ im Mittelpunkt: „Alles inklusive“. Anschließend konnten wir in der Kirche zusammen Ostern feiern und auf die Auferstehung Jesu mit einem Glas Sekt anstoßen. Halleluja.

Mit dem Hochamt am Ostersonntag ging die Feier der Ostertage zu Ende. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen mit Papst Franziskus und die Erfahrung mit einem „Überbleibsel“ aus der Heilig-Rock-Wallfahrt: einem Kunstwerk von Heinrich Feld.
Es gibt immer wieder diese Erfahrungen, die auch Maria Magdalena machen konnte: Wenn wir besonders traurig, müde und hoffnungslos sind, passiert etwas Wunderbares. Dann will Jesus, dass wir uns neu in Bewegung setzen – und aufstehen! Auf dem Bild von Heinrich Feld sieht es aus, als ob der Rock tanzt, wenn wir den Vorhang lüften – gegen die Vorschriften. Möge das Osterfest 2013 uns in Bewegung halten! Alle inklusive! (rs)