Besser hätte es kaum sein können: Strahlendes Wetter, der Trierer Hauptmarkt, viele Besucherinnen und Besucher, andere größere Veranstaltungen in der Nachbarschaft. Das „Netzwerk für Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz/Regionalgruppe Trier“ hatte sehr gute Rahmenbedingungen. Im Netzwerk machen mit: der Behindertenbeirat der Stadt Trier, der Club Aktiv und der Arbeitkreis „Politik – Soziales – Bildung“ der Kath. Gehörlosengemeinde. Viele Informationen waren auf Stellwänden zu sehen – die beste Werbung ist aber der persönliche Kontakt mit engagierten Menschen.
Archiv der Kategorie: glauben & leben lernen
Neue Gebärdensprachkurse der KGG – zum ersten Mal auch an der UNI Trier
Am 6. Mai beginnen 2 Kurse in DGS I: ein Kurs im Pfarrhaus der KGG mit Stefanie Reichert (montags, 19.00 – 20.30 Uhr) und zum ersten Mal ein geschlossener Kurs an der Universität Trier mit Daniela Herres (montags, 18.15 – 19.45 Uhr).
Nach einigen erfolglosen Versuchen hat das Behindertenreferat des AStA der UNI Trier die KGG als richtigen Kooperationspartner entdeckt. Nun lernen 12 Trierer Studierende Gebärdensprache von einer ausgebildeten Muttersprachlerin. Wir freuen uns, dass diese Kooperation zustande gekommen ist.
Ein PFERD und das gleich viermal! Besuch der Neuwieder Gehörlosenschule am 22. April

Dieses Bild war auf der Tafel in der Klasse 1/2 der Neuwieder Gehörlosenschule zu sehen. Wie soll man das nun nennen, was es da zu sehen gibt? PFERD? Oder KON? Wie soll man es gebärden? Zügel in den Händen? Oder die linke Flachhand mit der rechten Hand darüber, links und rechts baumeln Zeigefinger und Mittelfinder als Reiter?
Alles ist richtig: das deutsche Wort PFERD, das polnische Wort KON, die deutsche Gebärde PFERD und die polnische Gebärde KON.
Das konnten die gehörlosen Kinder der zweiten Klasse lernen – und die Gäste aus Polen und aus Trier ebenfalls!
Erste Messe der KGG in Neuwied St. Matthias – mit Gedächtnis für Hermann Siebertz und Gästen aus Polen
Am 21. April feierte die KGG zum ersten Mal die Monatliche Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Matthias in Neuwied. Bisher trafen wir uns in Heilig Kreuz. Die Pfarrei musste den Pfarrsaal verkaufen – so mussten wir einen neuen Versammlungsort suchen und damit auch eine neue Kirche. Die Pfarrei öffnete für uns die Kirche und den Saal von St. Matthias. Wir kennen den Ort schon von den Fronleichnamsfeiern der vergangenen Jahre, an denen die KGG teilgenommen hat. Kirche und Saal sind vom Bahnhof aus noch schneller zu erreichen.
KGG bei der Fachtagung „Mittendrin statt nur dabei“ am 19./20. April im Robert Schuman Haus Trier
Mit 10 Personen war die Kath. Gehörlosengemeinde auf der Fachtagung „Mittendrin statt nur dabei“ -Inklusion in Ost- und Westeuropa vertreten. Das Hilfswerk „RENOVABIS“ hatte für echte Teilhabe gesorgt: 2 Dolmetscherinnen sorgten für Übersetzungen von/nach DGS zur Deutschen Lautsprache, eine Dolmetscherin übersetzte Deutsche Lautsprache in Polnische Gebärdensprache. So konnten sich die gehörlosen Tagungsteilnehmer in allen Bereichen der Fachtagung voll einbringen.
„Serdecznie witamy“ heißt: Herzlich willkommen! RENOVABIS-Gäste aus Lublin/Polen vom 18. – 22. April
Von Donnerstag, 18. April. bis Montag, 22. April waren 2 Frauen in der KGG zu Gast: Anna Stasiak, Direktorin der Gehörlosen-Schule Johannes Paul II in Lublin (Specjalny Ośrodek Szkolno Wychowawczy Dla Dzieci i Młodzieży Niesłyszącej i Słabo Słyszącej im. Jana Pawła II w Lublinie), und Joanna Tomaszewska, Lehrerin für Mathematik und Informationstechnologie an der Gehörlosen-Grundschule und am Gehörlosen-Lyzeum Johannes Paul II. in Lublin. Sie ist Sprecherin der gehörlosen Lehrer und Pädagogen an der Schule und selbst hörgeschädigt.
Auf dem Programm standen die Teilnahme an der Fachtagung „Mittendrin statt nur dabei – Inklusion in Ost- und Westeuropa“ in Trier, der Besuch bei Familie Czernia in der Nähe von Saarbrücken, eine Stadtführung durch Trier mit Norbert Herres, die Teilnahme an der Messe und Versammlung des KGV St. Josef in Neuwied, ein Abendbesuch bei der „Leif Mamm“ in der Kathedrale in Luxemburg und der Besuch der Gehörlosenschule in Neuwied. (siehe einzelne Berichte).
Insgesamt haben wir ca. 880 km in 4 Tagen zurückgelegt.
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Einladung zum Theaterprojekt „ALL e IN“ am Freitag,19. April 20.00 Uhr im Robert-Schuman-Haus in Trier
„Was ist Inklusion?“ Mit diesem eher sperrigen, abstrakt klingenden Begriff hat sich das Theater com.guck in dem neuen Stück „ALL e IN!?“ beschäftigt. Das Thema, von dem der eine Zuschauer noch nie gehört hat und der andere vielleicht schon nichts mehr hören mag, wird in ansprechenderkritischer Weise behandelt.
Auf der Bühne spielen 18 Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Alle sind Tänzer. Alle sind Schauspieler. Katharina Reichelt spielt Cello mit viel Gefühl und Können.
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Fachtagung zur Renovabis-Pfingstaktion 2013: Das Leben teilen – Solidarisch mit behinderten Menschen im Osten Europas. 19./20. April
„Versteckt, vernachlässigt, bisweilen auch verachtet wurden Menschen mit Behinderung in vielen osteuropäischen Ländern während der Zeit des Kommunismus. In geschlossenen Heimen wurden sie „mehr schlecht als recht“ verwahrt. Mit der Wende hat sich Einiges verändert, dennoch ist die gesellschaftliche Teilhabe von behinderten Menschen immer noch stark eingeschränkt. Die Solidaritätsaktion Renovabis macht deshalb mit der Pfingstaktion 2013 ganz besonders auf die Situation von Menschen mit Behinderung im Osten Europas aufmerksam.“ http://www.renovabis.de/ueber-uns/pfingstaktion2013
Fachtagung zur Renovabis-Aktion in Trier am 19./20. April 2013:
Mittendrin statt nur dabei – Inklusion leben in Ost- und Westeuropa
Seit 5 Jahren gibt es die UN- Behindertenrechtskonvention!
Was hat sich seitdem verbessert? Was müssen wir noch tun in unseren Pfarrgemeinden, Einrichtungen und Verbänden ein verbessertes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen zu erreichen?
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Vortrag zum Thema „Pflegeversicherung“ am 18. April in Ochtendung
Zum Vortrag am 18. April waren 22 gehörlose Interessierte nach Ochtendung St. Martin gekommen. Viele Menschen brauchen im Alter Pflege und Unterstützung. Pflegegeld von der gesetzlichen Kasse bekommt jeder, der für mindestens zwei Tätigkeiten des täglichen Lebens Hilfe benötigt und vom MDK eine Pflegestufe bescheinigt bekommt. Ein Teil der Kosten dafür übernimmt die Pflegeversicherung. Nach dem neuen Pflegeversicherungsgesetz gibt es mehr Leistungen für Menschen die an Demenz erkrankt sind. Frau Pickardt und Frau Urbanek vom Pflegestützpunkt
Maifeld haben umfangreich informiert und Fragen beantwortet. Das Thema wird uns in einer alternden Gesellschaft weiter beschäftigen.
Herzlichen Dank an das Alten- und Pflegeheim St. Martin und die Leiterin Frau Herzog-Sauer für die tollen Zusammenarbeit!
Trierer Stadtgeschichte in DGS am Dienstag, 16. April
Das Trierer Stadtmuseum informiert:
Stadtgeschichte für Hörgeschädigte
Am Dienstag, dem 16. April um 20 Uhr führt Dr. Bernd Röder zusammen mit dem Gebärdendolmetscher Michael Schmauder-Reichert durch das Stadtmuseum Simeonstift. Angesprochen sind Hörgeschädigte und Gehörlose. Anhand von ausgewählten Exponaten der Dauerausstellung erläutert der Kunsthistoriker die Stadtgeschichte Triers, die dann in Gebärdensprache übersetzt wird. Der Rundgang führt vom Trebetabild zur Gründung der Stadt unter anderem auch zum mittelalterlichen Marktkreuz bis hin zu Zeugnissen der kurfürstlichen Zeit. Das Stadtmodell zeigt anschaulich die Stadt um 1800 und ist Station auf dem Weg durch die Geschichte Triers bis in das 20. und 21. Jahrhundert.
Abbildung: Der Rundgang zur stadtgeschichtlichen Führung durch das Simeonstift beginnt im Trebetasaal. 18. Jahrhundert. Foto: Stadtmuseum Simeonstift






