„Tatort Brunnen“ Glaubensschule 26 mit Beichte am 22. März

14 Glaubensschüler waren gekommen – zu einer lebendigen, spannenden Glaubensschule. Unser Gast und Begleiter: Pfarrer Wolfgang Schmitz aus Rheinberg am Niederrhein im Bistum Münster. Er ist Gehörlosenseelsorger für die Region Niederrhein im Bistum Münster. Er war schon bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 bei uns. Die Glaubensschüler begrüßten ihn herzlich.
      
Das Thema wurde kurzfristig geändert: Nicht Lazarus, sondern die Frau ohne Namen am Jakobsbrunnen stand im Mittelpunkt. Die Geschichte wurde erzählt und gespielt: mit Wolfgang Schmitz als Frau am Jakobsbrunnen und Ralf Schmitz als Jesus.     

   
Es gab viel zu lachen, wie immer, aber es wurde auch sehr ernst gearbeitet und überlegt. Jesus sagte: Das Wasser aus diesen Brunnen macht wieder durstig, das „Wasser des Lebens“ macht nicht mehr durstig, sondern stillt „ganz tief“. Wir fanden heraus: Jesus spricht von der LIEBE GOTTES. Wenn wir sie in uns spüren, dann können wir selbst zur Quelle werden. Jesus zeigt diese Liebe der Frau, die ein schweres Leben hatte und oft gedemütigt und missachtet wurde. Er zeigte ihr Freundlichkeit, Gespräch und Anerkennung. Respekt. Das veränderte sie. Das „Wasser der Taufe“ hat uns hereingezogen in die Liebe Gottes. Die Taufe hat einen Lebensraum für uns aufgeschlossen. Wir können Gottes Liebe erfahren und selbst weitergeben. Das Gespräch war schwierig und gleichzeitig sehr spannend.
   
Nach dem Mittagessen gab es etwas Bewegung im Garten: „Pizzabacken“ und „Ochs am Berge 1-2-3.“ Es wurde gespielt, gelacht, gepfuscht – bis der Regen anfing und die Glaubensschüler wieder in die Schule trieb. Wir fingen an mit ein paar Gebärdenliedern.
   

Dann überlegten wir weiter: Wenn wir Jesus am Brunnen treffen – was würden wir ihm sagen? Worüber würden wir sprechen? Welche Schuld belastet uns? Die Beichte – das ist so etwas wie ein Gespräch am Jakobsbrunnen. Wir bekommen Gottes Liebe – ein anderes Wort dafür: Vergebung… Und wir können selbst anderen vergeben.

 

9 von den 14 Glaubensschülern haben gebeichtet – einige nach langer langer Zeit, andere nach einem Jahr… Es war für alle ein gutes Erlebnis. Eine Glaubensschülerin sagte: „Ich so richtig erleichtert!“ Klar – man konnte auch zu Pfr. Wolfgang Schmitz gehen. Er ist fremd, kann aber auch gebärden. Viele habe diese Chance genutzt. Einige Beichtgespräche fanden im Pfarrbüro statt – da war man ungestört. Das andere fand direkt am „Jakobsbrunnen“ statt. So war die Geschichte vom Morgen ganz lebendig.

Nach der Beichte feierten alle zusammen eine Versöhnungsfest: zuerst die Heilige Messe, dann das Achte Sakrament: Kaffee und Kuchen.
Es war ein schönes Treffen – mit Glaubensschülern, die schon von Anfang an dabei sind und mit neuen Gesichtern. Es wurde gebärdet, gelacht, gebetet, gebeichtet, gegessen, getrunken, überlegt… Eine sehr gute Vorbereitung auf das Osterfest. Der „Tatort Brunnen“ wird vielen in Erinnerung bleiben!
Ganz herzlichen Dank besonders an Wolfgang Schmitz, der mit seiner Haushälterin Anne und dem Hund Ronja nach Trier gekommen war. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen -
in Trier, am Niederrhein oder am „Jakobsbrunnen“.
     

Welt-Down-Syndrom-Tag 2014 am 21. März

 

Am 21. März 2014 fand der Welt-Down-Syndrom-Tag statt. Der Aktionstag wurde im Jahr 2006 durch die Organisationen Downsyndrome International (DSI) und European Downsyndrome Association (EDSA) eingeführt.

Zwei tolle Links dazu:
einmal ein Tanzprojekt HAPPY World Down Syndrom Day 2014 Pharrell Williamst, bei dem auch Freunde aus der Trierer Wohngemeinschaft SMILE mitgemacht haben. SMILE gehört schon lange zu unseren Freunden, die Bewohner haben sich in unserem Pfarrhaus getroffen, bevor sie in ihr Haus nach Heiligkreuz gezogen sind.

Der zweite Link zeigt den Besuch des Gründers der ARCHE-Gemeinschaften, Jean Vanier mit Mitgliedern der ARCHE bei Papst Franziskus. Hier der Link. Anlass war der diesjährige Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März.

Down-Syndrom – Was ist das?
Als Down-Syndrom bezeichnet man ein Syndrom, das durch eine spezielle Veränderung des Erbgutes beim Menschen hervorgerufen wird, bei der das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vorliegen (Trisomie). Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie 21.
Viele Infos auf der Seite: Deutsches Down-Syndrom-Info-Center

 

Zum Abschluss einen „Joe’s Burger“ Josefsfest am 16. März in Koblenz

Und so sah sie aus: Die Überraschung beim diesjährigen Josefsfest in Koblenz. Viele waren sehr neugierig. Fabio hatte die Fähnchen vorbereitet, das Logo entwickelt, die Fähnchen gedruckt und zusammengeklebt, Caroline hat auf dem großen Grill die Burger gebraten,  Rebecca und Beate haben die Brötchen belegt und dekoriert – 50 „Joe’s Burger“ waren in ca. 15 Minuten verteilt und aufgegessen! Ein voller Erfolg zum Josefsfest 2014!
Der Grund für die Burger: Joe ist die englische Kurzform von Joseph – in Deutschen würden wir sagen „Jupp“. Dieser Name ist uns auf der Amerika-reise oft begegnet: Der Pfarrer der Gehörlosengemeinde in Chicago heißt Joe, die Schwesterngemeinschaft zu der Sr. Maureen gehört, heißen Josefsschwestern. Und Josef hat dem Katholischen Gehörlosenverein in Koblenz seinen Namen gegeben – so feiert er in jedem Jahr am Sonntag vor oder nach dem 19. März seinen Namenstag.
     
     
In der Kirche hatte Helga Kleefuß noch „allein“ zur Festversammlung eingeladen, im Saal hatte sie schon Verstärkung: eines unserer diesjährigen Kommunionkinder war mit seiner Familie zum Gottesdienst gekommen und hatte viel Spaß auf der Bühne. Helge begrüßte Tabea schon als kommende Vorsitzende.
 
 Das Kuchenbuffet war wie immer großartig in Koblenz. Und einige fleißige Bäckerinnen bekamen als Dankeschön und als Motivation einen Bon für die nächsten Versammlungen.
Nach Kaffee und Kuchen hielt Helga einen Bildervortrag über die Amerikareise im letzten September. Fast alle aus dem Team waren dabei. Wer sich für die Reise interessiert, kann hier das Tagebuch („Blog“) lesen.
Der Bericht war sehr persönlich – mit den eigenen Geschichten, aber auch mit vielen sachlichen Informationen. Die Besuche bei den verschiedenen Sozialdiensten und die gemeinsamen Feiern in Chicago und St. Louis waren der Mittelpunkt der Reise. Anlass für die Reise war das 50jährige Ordensjubiläum von Schwester Maureen Langton, die wir schon lange kennen und die über die vielen Jahre eine gute Freundin geworden ist.
Für die gehörlosen Deutschen und Luxemburger war auch wieder sehr beeindruckend, welche Berufe amerikanische Gehörlose haben – viele haben studiert und sind Priester (da haben wir allein 5 auf dieser Reise kennen gelernt) oder Sozialarbeiterin ( hier waren es 4). Das war in Deutschland bis vor einigen Jahren unvorstellbar.
   
Währenddessen wurde in der Küche geschnippelt, gebraten, dekoriert und gelacht. Gegen Ende des Vortrags zog dann auch schon der Duft der Joe’s Burger durch den Saal. Wie es weiter ging, wisst Ihr schon: Gut 10 Minuten – und die Burger waren weg!
Herzlichen Dank an das Amerika-Team, an den Vorstand von St. Josef – an alle Mitglieder, Freunde und Gäste! Dem Heiligen Josef hat’s sicher gefallen!
       
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„Die Zeugen Jehovas – zwischen Bewunderung und Fremdheit“. Vortrag mit Gespräch am 13. März in Koblenz

Viele haben die Zeugen Jehovas schon mal erlebt: Sie stehen stumm in den Straßen unserer Städte mit dem „Wachturm“ in der Hand oder klingeln an unseren Haustüren. Manchmal sprechen sie ganz besonders Gehörlose an und benutzen dabei auch die Gebärdensprache. Sie wollen Menschen ins Gespräch zu ziehen und für ihren Glauben zu gewinnen.

Warum machen sie das? Was ist ihr Auftrag? Wie stehen sie zu den Christlichen Kirchen? Wer sind sie? Was wollen sie? Wie können wir ihnen begegnen?
Matthias Neff,  der Referent für Weltanschauungsfragen und Sekten des Bistums Trier hielt einen interessanten Vortrag.
21 Personen waren zum Vortrag gekommen. Helga Kleefuß begrüßte für den Arbeitskreis Politik – Soziales – Bildung den Referenten, die Zuschauer und die Gebärdensprachdolmetscherinnen. Zuerst musste Herr Neff ein Missverständnis aufklären: er selbst ist kein Zeuge Jehovas, sondern Beauftragter vom Bistum Trier zum Thema Sekten.  Er hat sehr gut erklärt, wer die Zeugen Jehovas sind, woher der Name kommt und was sie tun.
Alle waren sehr erstaunt: In Selters gibt es eine große Druckerei für ganz Deutschland mit einem eigenen Wohngebiet für die Zeugen Jehovas. Die Zuschauer waren betroffen darüber, wie die Zeugen Jehovas mit Kindern umgehen und welche Vorstellung sie über Kindererziehung haben.
Die Kontaktaufnahme der Zeugen Jehovas fängt harmlos und freundlich an. Aber nach dem Eintritt durch die „Taufe“ wird der Druck auf die Mitglieder immer größer.  Die Bilder von Gott sind oft gewaltsam. Es geht im Glauben oft um Gut gegen Böse – das ganze Leben ist ein Kampf. Auch der Weltuntergang ist ein wichtiges Thema. Das richtige Verhalten im Leben hilft: Wenn die Welt untergeht, werden nur die Zeugen Jehovas gerettet.
Nach dem Vortrag gabe es die Möglichkeit persönliche Fragen zu stellen.  Herr Neff war auch sehr zufrieden mit dem Vortrag, weil die Gehörlosen großes Interesse hatten. Gehörlose haben auch aus der eigenen Erfahrung mit den Zeugen Jehovas erzählt. Sie tun viel, um gehörlose als Mitglieder zu werden. Sie machen auch Angbote in Gebärdensprache. Vielen Dank an Herrn Neff und alle, die zum Vortragsabend gekommen sind!  (Bericht: Irmgard Krämer)

Wichtig:

Wer keinen Besuch von den Zeugen Jehovas will, kann das an die „Besucher“ oder an die „Zentrale“ per Brief mitteilen:
KGG Form
Neutrale Form

Ein interessanter Film zum Thema:
Bayerisches Fernsehen: Lebenslinien (MIT UNTERTITEL!)
Mo, 24.02.2014 um 21:00
„Als ich zu denken begann“ – „Barbara Kohout ist über sechzig Jahre Mitglied der Zeugen Jehovas. Sie und ihr Mann Karl gelten lange als Vorbilder.
Doch als ihre Kinder sich von der Gemeinschaft abwenden, beginnt auch ihr Glaube immer mehr zu bröckeln. Schließlich lösen sich Barbara und Karl von der Wachtturmgesellschaft. Isoliert von ihrer Familie und ohne Vertrauen in sich und die Welt, versucht die Siebzigjährige, sich ein neues Leben aufbauen.“
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/lebenslinien/lebenslinien-als-ich-zu-denken-begann100.html

Infos:

Vielen Dank

an Michael Geisberger von der Kath. Hörgeschädigtenseelsorge im Bistum Augsburg für die Zusendung vieler Materialien und Links

 

„Das weiße Schaf“. Ein Jahr Papst Franziskus am 13. März

„Schwarzes Schaf“  sagen wir, wenn einer nicht dazu passt. Wenn einer immer wieder etwas falsch macht oder anders. Wenn die Mehrheit sich für einen schämt. Ein „schwarzes Schaf fällt auf – unter den „weißen Schafen“.
Auf diesem Bild ist es umgekehrt: Hier fällt „das weiße Schaf“ auf – in der Mitte der viele schwarzen….
Papst Franziskus will kein großes Fest zur Erinnerung an seine Wahl als Papst vor einem Jahr. Er hat die Leitungsleute des Vatikans mitgenommen zu Besinnungstagen – in ein Bildungshaus in der Nähe von Rom. Nicht in ein Kloster oder Gästehaus hinter den dicken Vatinkanmauern. Nur sie selbst. Keine Sekretäre und Referenten. Das gab es bisher noch nicht. Sie sind auch nicht mit ihren Dienstwagen dahin gefahren, sondern mit dem Bus, wie auf einer Klassenfahrt. Der Papst saß vorn. Das gab es bisher auch noch nicht. natürlich hat er seine schwarze Aktentasche dabei…

Manche innerhalb der Kirche halten Papst Franziskus für ein „schwarzes Schaf“ unter den Päpsten: Er hat nicht genug Abstand, er ist nicht feierlich genug, zeigt nicht genug auf die Herrlichkeit Gottes. Er ist zu menschlich, er ist zu nah bei den Leuten. Er spricht zu viel von der Barmherzigkeit. Er hat zu viel Verständnis. Er ist zu einfach. Er hat nicht genug Würde. Er stellt sich zu sehr in den Mittelpunkt, weil er so viel anders macht, anders denkt.
Ich denke mir: Gott sei Dank, das wir ihn bekommen haben!

Er hat vielen ganz neue Hoffnung gegeben. Ich muss mich manchmal zwicken und denken: Haben wir ihn wirklich erst ein Jahr? So viel hat sich verändert! Er stellt Jesus über das Gesetz der Kirche. Jesus in seiner Barmherzigkeit und Liebe. Jesus als der „Gute Hirt“, der sich um seine „Schafe“ kümmert. Ganz besonders um die „schwarzen“.  Er betont immer wieder, dass die Amtsträger in der Kirche sich an diesem Guten Hirten Jesus orientieren müssen. Aber er weiß auch, dass die Amtsträger zuerst einmal auch selbst „Schafe“ sind. Schwarze und weiße. Er selbst auch.
Ich bin froh, dass er seit einem Jahr unser Papst ist. Der Heilige Geist möge ihn beschützen und leiten – und mit ihm die ganze Kirche!
Pfarrer Ralf Schmitz

ps: Hier der Link zu einer Bildergalerie im Luxemburger Wort

„Vertrau deiner Kraft“ – Trust your power!


Wer ist Derrick Coleman? Er ist ein amerikanischer Footballer in der NFL (National Football League). Das besondere: Er ist taub. Er hat den „super bowl“ geholt. Link hier.
Was ist Duracell? Das ist eine Batterien-Marke.
Was haben die beiden miteinander zu tun? Derrick Coleman und Duracell?
Derrick Coleman macht einen Werbespot für die NFL und Duracell, mit Untertiteln. Unter der Überrschrift: Trust your power! Vertrau Deiner Kraft! In dem Clip erzählt er sein Leben als tauber Mann. Und wie er der „Kraft in sich“ vertraut….
Wir nennen die Kraft „Heiligen Geist“.

Fastenzeit 2014

Wer ein Fest feiern will, bereitet sich vor, innerlich und äußerlich. Mit einem Glaubensfest ist das genauso. OSTERN ist unser größtes Glaubensfest: Jesus ist von den Toten auferstanden. Er zieht uns mit in sein neues anderes Leben.
Die Vorbereitungszeit auf OSTERN heißt „Fastenzeit“ oder „Österliche Bußzeit“. Sie ist eine große Chance: Wir können unser Verhalten überprüfen, verbessern und einen neuen Anfang machen.


1. Beten
Im Gebet können wir die Freundschaft mit Gott erneuern und verbessern.

2. Fasten/Verzichten
Unser eigenes Verhalten (Essen, Trinken, Fernsehen, Geld ausgeben, Gesundheit, Reden, Gebärden…) können wir überprüfen und verbessern. Fasten, Verzichten, Etwas ganz bewusst tun – dadurch können wir wieder klarer werden in Leib, Geist und Seele.

3. Gutes tun
Unser Verhalten zu anderen Menschen überprüfen: Wie kann ich meine Familie, meine Freunde, meine Gemeinde, Arme Menschen auf der ganzen Welt besser unterstützen? Was kann ich freiwillig geben? Zeit? Geld? Liebe?

4. Besondere Tage der Fastenzeit

Aschermittwoch (5. März)
 und Karfreitag (18. April) sind besondere Fasttage am Anfang und Ende der Fastenzeit: Man isst nur ein einfaches Mittagessen ohne Fleisch, eine kleine Mahlzeit morgens und abends. „Leer werden“ mit Leib und Seele!
Das Aschenkreuz als Zeichen der Umkehr gibt es am Sonntag, 9. März, im Clubbheim Jägersfreude bei der Heiligen Messe.

5. Freitags
An allen Freitagen verzichtet man auf Fleisch und Wurst. Der Verzicht soll an das Leiden und Sterben Jesu erinnern.

 

6. Beicht- und Besinnungstag
Der Beicht- und Besinnungstag findet in diesem Jahr am 22. März statt: Link zum Beicht- und Besinnungstag. Dort ist auch die Möglichkeit bei einem fremden Priester mit Gebärdensprachkompetenz zu beichten: Pfr. Wolfgang Schmitz aus Rheinberg/Bistum Münster.
Wer an einem anderen Termin beichten möchte, kann ich auch per sms oder Mail bei  Pfr. Ralf Schmitz melden.

Allen eine gute Fastenzeit!

 

KOMMT NOCH: Moderationsschulung Teil II am 14./15. Februar im Pfarrhaus mit Iris Köhlbach


So sah das Gartenzimmer im Pfarrhaus nach der ersten Moderationsschulung aus: Die Wände waren mit Plakaten beklebt, der Tisch war voll mit Unterlagen, ebenso die Köpfe: sie waren voll mit vielen neuen Erfahrungen und Ideen.
Link zur Schulung Teil I März 2013

 

Ein Jahr später geht es weiter – mit folgenden Fragen:

1. Welche Erfahrungen haben die Teilnehmer als Moderator/Moderatorin im Laufe des Jahres gemacht?
2. Wie geht das genau mit der „Rückmeldung“ – so dass der/die Andere auch eine kritische Rückmeldung gut annehmen kann?
3. Jede Gruppe hat ihre „Typen“. Wie kann ich als Moderatorin/Moderator mit „schwierigen Gruppenmitgliedern oder schwierigen Situationen besser umgehen?“
4. Eigene Themen und Wünsche (so weit möglich)

Zeitrahmen:

Freitag, 14. Februar 2014, 17.00 – 20.30 Uhr (mit Pause)
Samstag, 15. Februar 2014, 9.30 – 16.00 Uhr (mit Pausen)
Kursgebühr : 50,00 € (einschließlich Tagungsgetränke)
(für Ehrenamtliche in der KGG ermäßigt)
Verpflegung im Pfarrhaus/nach Vereinbarung, 
Übernachtung im Pfarrhaus möglich; 15 €/Nacht
Anmeldungen bis 26. Januar 2014 ans Pfarrbüro der KGG schicken!
Dann folgen Anmeldungsbestätigung, Rechnung und weitere Informationen.
Der Kurs ist auf 12 Teilnehmende begrenzt!
Hier die genaue Ausschreibung und Anmeldung!
In Zusammenarbeit mit



„Silberne“ Glaubensschule 25: „Jesus folgen“. 1./2. Februar auf der Marienburg/Mosel

Zur „Silbernen Glaubensschule“ hatten sich 15 Personen angemeldet. Kurz vorher mussten 7 Personen wegen verschiedenen Krankheiten absagen. Es wurden dennoch 2 sehr schöne Tage auf der Marienburg!
Alle kamen pünktlich mit dem Zug oder mit dem Auto an. Auf der Burg zuerst mal in die Zimmer einziehen – und Kaffee trinken!
Dann begann die Glaubensschule mit einigen Gebärdenliedern – und mit dem Rückblick auf die früheren 24 Glaubensschulen. Diesmal ging es um die Frage: Was bedeutet „Jesus folgen“? Im Neuen Testament gibt es für die Menschen, die das tun, verschiedene Worte: Apostel, Schüler, Jünger, Freunde. Wir überlegten lange, welche Gebärde am besten passt – dann nahmen wir die Gebärde für „Lehrling“. Denn die Jünger Jesu sind seine „Lehrlinge“. Viele erzählten von ihrer Lehre – früher, nach der Schule. Am Anfang macht man noch viele Fehler. Man muss genau schauen, was der Meister/die Meisterin macht. Aber mit der Zeit geht es besser – und am Schluss hat man „sein Handwerk“ gelernt – und wird selbstständig.

Ralf Schmitz zeigt Bilder von einer Israelreise im vergangenen Oktober. Alles begann am See Genesareth.
  

Dort suchte sich Jesus seine „Lehrlinge“ – Männer, Frauen, vielleicht sogar Ehepaare. Anders als bei uns geht es bei Jesus nicht nur um einen Beruf („Menschen fischen“), sondern um eine Beziehung.
Die Botschaft war „dringend“. Deshalb mussten die ersten Nachfolger von Jesus alles stehen und liegen lassen. Sie glaubten, das „Reich Gottes“ ist ganz nah. Es kommt morgen oder übermorgen! Zusammen mit Jesus machen sie sich auf den Weg. Hinter ihm her. Jesus lud sie zuerst mal zu sich nach Hause ein. So sagt es der Evangelist Johannes. Die Lehrlinge haben gesehen, wo der Meister wohnt. Jesus hat mit seinen „Lehrlingen“ miteinander auch gegessen und getrunken…. genauso wie wir.

Kapharnaum ist ein wichtiger Ort. Jesus ging dorthin und lebte dort eine zeitlang. Er ging in die Synagoge (Bild), heilte dort einen Mann mit einer gelähmten Hand. Er heilte die Schwiegermutter des Petrus, ganz in der Nähe gab er den 5000 Familien zu essen („Brotvermehrung“), Dorthin gingen die Jünger nach dem Tod und der Auferstehung Jesu.

Wir lernten aber auch Geschichten von Jesus kennen, die wir noch nie gehört hatten und wir spielten sie nach. Zum Beispiel die Geschichte von einem Mann, der von einem bösen Geist „bewohnt“ wurde. Jesus vertrieb den Geist in eine Schweineherde. (Markus 5). So kann man besser erleben, was es heißt: geheilt werden, befreit werden, neu anfangen.
   
Abends beteten wir das Nachtgebet der Kirche – die Komplet. Es war der Abend vor Maria Lichtmess. Wir zündeten viele Lichter an – an Zeichen dafür, dass viele Menschen in unseren Herzen und in unserer Mitte sind – natürlich ganz besonders alle, die krank waren und nicht kommen konnten. Gemütlich ging der Abend zu Ende – mit einem Glas Rotwein/Hefeweizen/Orangensaft, mit vielen Geschichten und viel Lachen!
   
Am nächsten Morgen begannen wir mit einigen Gebärdenliedern. Dann mussten die Lehrlinge von Jesus „ins Praktikum“. Sie sollten – immer zu zweit  - in die umliegenden Dörfer ziehen und das tun, was sie von ihrem Meister gelernt hatten: 1. Verkündigen: Das Gottesreich ist nahe. Deshalb: „Kehrt um“! 2. Die Kranken heilen! 3. Die bösen Geister vertreiben! Sie waren erstaunt: Es klappte! Begeistert kamen sie aus dem „Praktikum“ zurück.


Aber es konnte nicht so weitergehen. Ganz im Norden, in Cäsarea Philippi stand Jesus wie vor einer Wand. Er kam in die Krise. Ihm wurde klar: „Der Menschensohn muss leiden und wird sterben. Danach wird er auferstehen!“ Und: „Jeder muss sein Kreuz tragen und so mir folgen! Wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer es für mich hingibt, der wird es retten!“ Die Lehrlinge waren geschockt – aber sie bleiben bei ihm.
 
Der Weg nach Jerusalem wurde unausweichlich. Aber es gab noch eine wunderbare Erfahrung: 3 Jünger waren mit Jesus auf dem Berg – sie sahen ihn, in der Unterhaltung mit Moses und dem Propheten Elija. Dieses Erlebnis gab Kraft für den Weg nach Jerusalem, zum Tod und zur Auferstehung.
 
Zum Schluss feierten wir die Heilige Messe zum Fest „Maria Lichtmess“. Früher hat der Weihnachtsfestkreis mit dem Fest St. Martin am 11. November angefangen und mit dem heutigen Fest am 2. Februar aufgehört. In Luxemburg ziehen die Kinder heute zum Lichtmesstag mit Laternen durch die Dörfer – wie bei uns zu St. Martin.
 
Zur Messe waren noch zwei Gehörlose aus der Nähe dazu gekommen. Am Schluss stand der Blasiussegen – der vor Krankheit und Gefahr schützen soll. Alles drehte sich ums Licht – so war es schön, dass ganz am Schluss auch noch die Sonne aus dem Wolken herauskam.
   
So wie die Lehrlinge Jesu vom schönen Berg wieder herunter gehen mussten, so ging es uns auch: nach den 2 wunderbaren Tagen sind wir wieder nach Hause gefahren, jeder in seinen Alltag – einige wenigstens zu zweit! Aber auch unten im Tal, in den Tiefen können wir das tun, was wir in dieser Glaubensschule gelernt haben: „Jesus folgen“.
   
Die Glaubensschule wird demnächst fortgesetzt – „einmal Jerusalem – und wieder zurück“!

Herzlichen Dank an alle, die super mitgemacht haben!


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„Gartenhaus oder Grillplatz?“ – Zweiter Teil der Moderationsschulung am 14./15. Februar

Eigentlich ist er doch ganz schön, unser Pfarrhausgarten. Er hat nicht immer so ausgesehen. Kurz bevor wir 2003 ins Pfarrhaus eingezogen sind, gab es dort einen großen Dschungel, mit Bäumen und Sträuchern, so dass sich die Nachbarn beschwerten. Dann wurde alles leer geräumt und wir übernahmen einen Rasen. Mehr nicht. Dann sorgten fleißige Hände für eine Umgestaltung – mit neuen Sträuchern und Büchen und Blumen, einer Weinrebe und einem Brombeerstrauch. Und natürlich mit einem Gartenhäuschen.
   
 
Wie soll es nun mit dem Garten weitergehen? Brauchen wir ein neues Gartenhäuschen, weil das alte zu klein ist? Sollen mehr Blumen gepflanzt werden? Oder vielleicht ein Baum in der Mitte? Oder soll es einen Grillplatz geben? Oder gar nichts? Ist das alles nur Geldverschwendung???
Mit diesen Fragen fing die zweite Moderationsschulung am Freitagabend, 14. Februar im Pfarrhaus an. 12 Teilnehmer waren gekommen. Sie wunderten sich: „Warum sprechen wir hier über den Pfarrhausgarten? Wir wollen „Moderation von Gruppen“ lernen und unsere Kompentenzen erweitern!

Genau das war Ziel von Iris Köhlbach, Pädagogin in Koblenz und langjährige Freundin unserer Gemeinde. Nach Vorstellungsrunde und Rückblick auf Teil I im letzten Jahr ging es sofort in die erste Übung. Ein Teilnehmer war der Moderator, einige andere Teilnehmer hatten Kärtchen mit bestimmten „Rollen“ gezogen – keiner wusste, welche Rolle der andere gezogen hatte. Der Moderator wusste gar nicht, dass es Rollen gab. Er wunderte sich erst, warum die Teilnehmer sich so „anders“ verhalten haben – anders als sonst. Die restlichen Teilnehmer waren „Beobachter“ und sollten genau schauen, was in der „gespielten Sitzung“ passierte.
   

Dann erzählten die Beobachter, was sie gesehen hatten: Wer hatte welche Rollen? Wie hat sich der Moderator verhalten? Die „Teilnehmer“ erklärten ihre Rollen: Der Mitläufer, der heimliche Anführer, der Außenseiter, der Bedenken-Träger…. Zum Schluss konnte auch der Moderator sagen, wie er sich selbst gefühlt hat. Schnell wurde klar: Es geht überhaupt nicht um den Garten, das Gartenhäuschen und den Grillplatz: Es geht um unser Verhalten in Gruppen – und wie man als Moderator eine Gruppe mit verschiedenen Rollen leiten kann.

 
Der nächste Morgen fing an mit „Pizza-Backen“: auf dem Rücken des Vordermanns/der Vorderfrau wurde der Teig geknetet und ausgerollt, die Pizza wurde belegt, Käse drüber gestreut und dann gebacken. Am Ende war der Rücken gut durchblutet, alle hatten Spaß und der zweite Teil der Schulung konnte beginnen.
Ein wichtiges Thema musste nochmals wiederholt werden: Das „Feedback“ – ist englisch und heißt „Rückmeldung“. Wie kann ich eine Rückmeldung geben, damit der andere sie auch annehmen kann?
Positives sagen, von sich selbst sprechen, fragen, einen Tipp geben, nochmal etwas Positives sagen.
So können alle eine Rückmeldung besser annehmen. Gerade wenn die Diskussion „heiß“ läuft, ist es wichtig, diese Regeln immer wieder zu beachten.
Deswegen hatte Iris den „Feedback-Burger“ groß auf ein Plakat geschrieben.

Die Diskussion vom Abend vorher wurde nochmal nachgespielt – mit anderen Personen und anderen Rollen. Auch der Moderator hatte jetzt ein paar Ideen bekommen, wie er die Sitzung gut leiten kann. Am Ende konnte man sehen: Wenn der Moderator gut vorbereitet ist, kann die Sitzung auch besser gelingen. Natürlich ging es im Spiel wieder um „Garten, Gartenhäuschen & Co“.
   
In der Auswertung wurde klar: Alle Rollen in Gruppen haben etwas Positives und etwas Negatives. Beides muss man sehen – also Moderator und auch als Gruppenmitglied. Jeder kann etwas Gutes in die Gruppe einbringen, und jeder kann die Gruppe stören. Das ist vor allem für den Moderator wichtig. Auch alle Gruppenmitglieder haben eine Verantwortung für die Gruppe.
In jedem Gruppenprozess (Ablauf) gibt es verschiedene Abschnitte – das war das nächste Thema. Auch hier ist es wichtig, diesen Ablauf mit seinen Abschnitten zu kennen. Dann versteht der Moderator besser, was gerade in der Gruppe geschieht.
  
Im letzten Abschnitt konnten dann alle Teilnehmer eine eigene Sitzung für die nächste Zeit vorbereiten: ein Sitzung des Verwaltungsrates, des AK Gottesdiensthelfer, des Reiseteams, der Badminton-Abteilung des Sportvereins, der Initiative „Eltern für Dolmetscher bei Elternabenden“. Alle hatten eine Tagesordnung vorbereitet und konnten ausprobieren, wie eine Sitzung gut ablaufen kann.
       
Bei der Schlussrunde wurde das Seminar ausgewertet. Die Rückmeldungen waren sehr positiv – und es gibt auch schon Themen für die Fortsetzung. Für die Referentin Iris Köhlbach und für den Kommunikationshelfer Ralf Schmitz gab es viel Applaus und ein tolles Feedback, mit und ohne Burger.
Bleibt nur noch eine Frage offen: Wie geht es denn jetzt im Pfarrhausgarten weiter? Passiert da was oder nicht? Wenn ja, was? Nun – um die Frage ging es eigentlich gar nicht bei dem Seminar. Die wird ja auch nicht bei einem Seminar entschieden, sondern in unserem VERWALTUNGSRAT. Trotzdem – auch für die Entscheidung im Verwaltungsrat war das Seminar ein gute Vorbereitung. Ob sich der Pfarrhausgarten 2014 verändert, bleibt abzuwarten. Ob unsere Sitzungen besser werden – mit einer guten Moderation und gutem „Feedback“ – das haben die Teilnehmer selbst in der Hand! Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!