„Eltern mit Behinderung“ haben ein Recht auf Unterstützung – Elternassistenz – in Leichter Sprache!

Viele in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche können es sich nicht vorstellen:
Auch Menschen mit einer Behinderung haben das Recht, ihre Sexualität zu leben und eine Familie zu gründen.
Vielleicht brauchen sie dazu Unterstützung.Diese nennt man „Elternassistenz“.
Wir haben ein sehr interessantes Heft zugeschickt bekommen – in Leichter Sprache. Wir danken dafür und stellen es gern zur Diskussion!
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Beten – Feiern – Leiten – Lernen – Teil 2 der Ausbildung für Gottesdienstbeauftragte am 6. und 7. März in Luxemburg

24 Stunden volles Programm: der 2. Teil der Ausbildung für Gottesdienst-Beauftragte fand im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Luxemburg statt – dem 5 Sterne Kloster, wie eine Teilnehmerin sagte. In einem großen Raum hatten wir viel Platz für die Arbeit in der Gesamtgruppe, in Kleingruppen, für Vorträge und Einzelgespräche.
Wir lernten den Ablauf des Gottesdienstes kennen und überlegten zusammen, wie sich ein Gottesdienst-Leiter verhalten muss, damit der Gottesdienst „schön“ und „intensiv“ wird.

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„Bundes-Teilhabe-Geld“ – Vortrag mit Gespräch am Sonntag 1. März, von 14 – 16 Uhr in Trier, Pfarrhaus

Was ist das Bundes-Teilhabe-Geld? Mit dem Bundesteilhabegeld löst die Reform der Eingliederungshilfe ein notwendiges Versprechen ein – nämlich mehr auf die Bedarfe des Einzelnen einzugehen. Denn das Bundesteilhabegeld soll ein Nachteils-Ausgleich sein und jedem Empfänger zu seiner individuellen und eigenverantwortlichen Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zur Verfügung stehen. Es soll  unabhängig von persönlichem Einkommen und Vermögen allen Empfängern zur Verfügung stehen.“
Was bedeutet das? Wie weit ist das Gesetz? Wann gibt es das Bundes-Teilhabe-Geld für Gehörlose?
Diese Fragen hat Norbert Herres bei einem Vortrag mit Gespräch
am Sonntag, 1. März von 14.00 – 16.00 Uhr im Pfarrhaus in Trier beantwortet. Fast 30 Gehörlose waren zum Vortrag gekommen. Es gab eine interessante Disussion. Die dauerte bis 20.00 Uhr.
Hier einige Bilder vom Vortrag:

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„Beten – Feiern – Leiten – Lernen“ Teil 1 – Ausbildung für gebärdensprachliche Gottesdienst-Beauftragte in Trier und Luxemburg am 21. Februar

Was war der schönste Gottesdienst, den ich erlebt habe?“ Diese Frage beantworteten die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses „Beten – Feiern – Leiten – Lernen“ aus Trier und Luxemburg:
„ Die Taufe meiner Kinder/Enkel – zum ersten Mal in Gebärdensprache, hörende Angehörige haben gestaunt. Gottesdienst mit Gehörlosen aus vielen Ländern bei den Weltjugendtagen. Inklusives Abendlob mit dem hörenden Chor „Singflut“. Der Gebärdensprach-Gottesdienst bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 mit 250 Gehörlosen aus ganz Deutschland. Inklusives Abendlob bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012, Gottesdienste mit der Evangelischen Gehörlosengemeinde in Nürnberg, der Erste Gebärdenchor-Auftritt im Trierer Dom im Advent 1999, Trauerfeiern in Gebärdensprache für liebe Freunde und Gemeindemitglieder. Ein Gebärdensprach-Gottesdienst, den ich plötzlich selbst leiten musste.“ Viele persönliche Erlebnisse wurden erzählt.
Allen war gemeinsam: Wir brauchen Gottesdienste in Gebärdensprache, wir wollen verstehen, wir wollen mitmachen, der Gottesdienst muss freundlich, warm, positiv und visuell sein!“
 
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KOMMT NOCH: Ausbildung für Gottesdienst-Beauftragte der KGG und von EFFATA Luxemburg

Im „normalen“ Gehörlosen-Gottesdienst an einem Sonntag oder an einem Festtag feiert der „hörende“ Priester die Heilige Messe in Gebärdensprache. Manchmal leitet die „hörende“ Gemeindereferentin eine „Wort-Gottes-Feier“ in Gebärdensprache.
Die „Wort-Gottes-Feier“ in Gebärdensprache kann auch von gehörlosen Gläubigen geleitet werden. Diese Leiter/Leiterinnen nennt man „Gottesdienst-Beauftragte“.
Die Kath. Gehörlosengemeinde im Bistum Trier und die Gebärdensprachliche Seelsorge EFFATA Luxemburg bieten im Jahr 2015 gemeinsam eine Ausbildung zum/zur gebärdensprachlichen Gottesdienst-Beauftragte/n an.
Hier die Ausschreibung mit Anmeldung. Weiterlesen

Trier lernt Gebärdensprache – über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in DGS-Grundstufe Kursen im Pfarrhaus und an der Universität

In diesem Jahr haben wir so viele Anfänger in Gebärdensprachkursen wie noch nie:
An 8 Montagen lernen über 50 Menschen zum ersten Mal Gebärdensprache in 4 Kursen, jeweils 2 im Pfarrhaus und 2 an der Universität.
Die Kursteilnehmerinnen an der Uni haben verschiedene Gründe, warum sie Gebärdensprache lernen wollen:
“ Ich mag Sprachen, und habe schon einige gelernt. Gebärdensprache ist eine interessante, ganz andere Sprache! Ohne Töne und ohne Stimme!“
„Ich studiere Psychologie – und ich will später psychologische Angebote auch für gehörlose Menschen zugänglich machen!“
„Ich studiere Politik und Kommunikation. Mich interessiert, wie gehörlose Menschen über politische Themen kommunizieren!“
„Ich habe im Zug miterlebt, wie eine gehörlose Person ein Kommunikationsproblem hatte. Wir haben alles zusammen gearbeitet, da konnten wir das Problem lösen!“
Es macht Spaß, Gebärdensprache von einer Muttersprachlerin zu lernen. Dann lernt man eben nicht nur die Sprache, sondern auch die dazu gehörige Kultur, Lebensweisen, Eigenheiten. Das gibt es in Trier nur in der Katholischen Gehörlosengemeinde.
Einige Studierende habe Interesse an weiterer Kommunikation – wir werden in der KGG überlegen, wie wir dieses Anliegen aufgreifen können.
Es ist einfach toll zu sehen, wie groß das Interesse an der Gebärdensprache und der Gehörlosenkultur ist. Gebärdensprache lebt!
Infos über die nächsten Kurse demnächst hier!
ps: Dass die Gebärdensprache und der Kurs den Studierenden gut gefallen hat, zeigen die Blumen zum Schluss…
          
 

„Ob der Nikolaus mit dem Flugzeug kommt?“ Nikolausbesuch in der Jugendkirche auf dem Hahn am 6. Dezember

„Wo ist denn hier eine Kirche?“ Diese Frage hatten sich schon viele Gehörlose im Jahr 2013 gestellt, als wir zum ersten Mal in der Jugendkirche ein Fest gefeiert haben: das Fronleichnamsfest. In einer früheren Halle des Amerikanischen Militärflughafens direkt am Anfang des Geländes liegt sie auf der linken Seite: Die Jugendkirche „crossport to heaven“. Jenny und Peter Uebel, Daniel Beinhoff und Ricardo Zondane wohnen ganz in der Nähe und wollten junge gehörlose Familien zur Nikolausfeier einladen. Die Anmeldungen kamen „zögernd“ – am Ende waren es fast 50 Personen: Babys, Kleinkinder, Schulkinder, Erwachsene.
       
Alles war ungewohnt: die Halle, das Licht, die Stühle und Bänke, ein paar Sachen wie in einer Kirche, aber trotzdem alles ganz anders. Vor allem die vielen Farben. die Kinder konnten herumlaufen und die Erwachsenen konnten sich unterhalten. Es gab so viel zu sehen. Dann begrüßte Daniel alle, die zur Nikolausfeier gekommen waren. Alle stellten sich gegenseitig vor. Einige hatten sich noch nie gesehen, andere waren vor vielen Jahren Schulkameraden in der Trierer Gehörlosenschule.
   
Die Idee zu dieser Feier war vor einem Jahr entstanden: Lena und Ben Uebel wurden damals in Trier getauft. Wir überlegten: Es muss doch auch mal etwas für die jungen Familien auf dem Hunsrück geben. Das Sohren-Team wurde im Sommer gebildet. Der „Chef“ der Jugendkirche Diakon Clemens Fey aus Bundenbach sagte sofort „Ja“. Er war nachmittags eine ganze Zeit lang bei uns – und war von dieser Nikolausfeier auch sehr begeistert!
         
Daniel hatte alles für die Kinder vorbereitet: vom Plätzchenbacken über die Nikolaustüten bis zu den Waffeln. Die Kinder waren ganz begeistert – und die selbst gebackenen Plätzchen schmeckten sehr gut. Natürlich auch die Kuchen und die Muffins, die einige Eltern mitgebracht hatten.
   
Dann versammelten sich alle am großen Adventskranz. Die beiden ersten Kerzen wurden angezündet – und eine Geschichte vom Heiligen Nikolaus erinnerte die Kinder daran, dass wir die Armen nicht vergessen dürfen. Nora übersetzte die Lieder in Gebärdensprache.
   
 
Nach der Geschichte, viel Reden und Liedern kam er dann endlich doch: die Nikolaus!
Er hatte seinen Engel dabei – der irgendwie der Nora ähnlich sah. Der Engel hatte ein Rauchfass dabei, das qualmte. Es brachte einen ganz besondern Duft. Vielleicht wie im Himmel. Es war derselbe Koffer wie in der Geschichte, aber diesmal waren Nikolaustüten drin!
     
Die Zeit verging sehr schnell: Es war Abend geworden und wir hatten es gar nicht gemerkt. Es war ein ganz besonderer Nachmittag an einem ganz besonderen Ort.
Die meisten haben sich bedankt – sie wollen unbedingt wieder kommen, im Frühjahr vielleicht.
Herzlichen Dank an das „Sohren-Team“: Jenny, Daniel, Ricardo und Nora. Herzlichen Dank an alle, die bei diesem „Nikolaus-Abenteuer“ dabei waren! Herzlichen Dank auch an Clemens Fey und das Team der Jugendkirche.
Im Januar werden wir überlegen, wie es weiter geht. Mal sehen, was als nächstes in der Jugendkirche für Gehörlose Familien los ist!