Der Sozialdienst „Solidarität mit Horgeschädigten“ macht auf einen Vortrag zum Thema „Ferndolmetschen“ aufmerksam. Hier das Programm und weitere Informationen!
Archiv der Kategorie: helfen & sich einsetzen
Diskriminierung von Menschen mit Behinderung auf dem Programm – 35. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken ab 20. Januar
Vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. bekamen wir folgenden Artikel mit Bitte um Veröffentlichung. Das machen wir selbstverständlich gern und schließen uns der Forderung an! Weiterlesen
„Hercules“ lässt in Nordamerika und Chicago die Temperaturen fallen – Wärme und Freundschaft an unsere Freunde in der Kälte
Im Moment sind es minus 25 Grad am Nachmittag. Im eisigen Wind fühlt es sich noch viel kälter an. Vor gut drei Monaten hatten wir dort noch Temperaturen um die 30 Grad plus!
Die Kälte macht das Leben schwer. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wetterforscher warnen: Die Kälte wird vom Nordpol her wiederkommen!
Unsere Freunde haben uns erzählt, dass es immer ziemlich frostige Winter in der Stadt am Michigansee gibt. Aber in diesem Jahresbeginn zeigt das Thermometer Rekordtiefen.
Im September standen wir hier noch mit kurzen Hosen….
Wir haben unseren Freunden geschrieben:
Liebe Freunde,
das neue Jahr 2014 startet mit großen Herausforderungen für Euch und so viele in Nordamerika. Wir schicken Euch wärmende Grüße und Segenswünsche über den Ozean! Wir fühlen mit Euch! Wir haben gestern beim Neujahrsempfang für Euch gebetet! Ihr seid in unseren Herzen – umgeben von wärmenden Gedanken und einer kräftigen Umarmung.
Wenn wir sonst noch etwas für Euch tun können, lasst es uns wissen!
Wir werden auf jeden Fall weiter für Euch beten, an Euch denken und mit Euch fühlen! Wir hoffen, dass Herkules schnell seine Kraft verliert und weiterzieht!
Möge das Feuer der Freundschaft Euch wärmen!
Eure Freunde von der katholische Gehörlosengemeinde in Trier
Dear friends,
this new Year 2014 starts with an incredible challenge for you and so many in North America.
Let us send you warm greetings and blessings over the ocean!
We feel with you – and we prayed for you – yesterday at our New Year’s Reception!
You are in our hearts surrounded by our warmest thoughts and hugs!
Is there anything else, what we can do for you – other then pray, think and feel compassion? Please let us know!
May Hercules move away fast!!!
May the fire of friendship warm you all!
The Catholic Deaf community in Trier, Ralf
Vortrag „Es geht auch anders! – Freiheitsentziehende Maßnahmen“ am 14. November
Bettgitter, Gurte, Beruhigungsmittel. Sie nehmen Menschen die Freiheit. Sie sind ein schwerer Eingriff in Selbstbestimmung und Selbständigkeit eines Pflegebedürftigen.
Sie können kein Ersatz oder keine Erleichterung für Pflege sein! Sie sind immer das letzte Mittel – wenn gar nichts anderes mehr geht.
Viele Menschen haben Angst davor – für sich selbst und für ihre Angehörigen. Es gibt Alternativen! Diese werden vorgestellt und besprochen.
Vortrag mit Diskussion
14. November 2013, 19.00 – 20.30 Uhr
Alten- und Pflegeheim St. Martin, Heinrich-Heine-Straße 7-11, Ochtendung
Referent: Robert Müller
(mit Gebärdensprachdolmetscher)
Anmeldung im Pfarrbüro
In Zusammenarbeit mit

408,47 € für das Hilfswerk MISSIO und das Geld der Gehörlosengemeinde
Es ist keine gute Zeit zum Spenden sammeln!
In allen Medien wird der Bischof von Limburg und seine Verschwendung beim neuen Bischofshaus auf dem Limburger Domberg gezeigt!
Und wie immer die gleichen Vorwürfe:
„Die Kirche ist reich, der Reichtum ist geheim, keiner weiß Genaues. Der Reichtum der Kirche wird nicht kontrolliert. Die Kirche gibt das Geld nicht für die Armen aus!“
Manche Vorwürfe stimmen. Andere nicht. Man muss unterscheiden!
Am 27. Oktober war Weltmissionssonntag. In der katholischen Kirche auf der ganzen Welt werden Spenden für die Weltmission eingesammelt. In Deutschland auch. Schwerpunktländer sind in diesem Jahr Ägypten und Syrien. Wir haben darüber berichtet.
Die Menschen in diesen Ländern können nichts für die Verschwendung in Deutschland. Sie brauchen trotzdem unsere Hilfe.
Das Hilfswerk MISSIO sammelt die Spenden ein. Es wird von externen Firmen geprüft. Es hat immer das höchste Qualitätssiegel für Spenden erhalten. Kein deutscher Bischof bekommt das Geld von Missio in die Hände. Auch nicht der Vatikan.
Die Gottesdienstbesucher bei der Erstkommunionmesse am 27. Oktober haben sich überzeugen lassen – sie haben 408,47 € gespendet. Es gab keine großen, aber viele mittlere Spenden (z. B. 5 €). Das zeigt: Viele haben mit gemacht. Die Christen in Ägypten und Syrien danken herzlich!
Themen für Vorträge in Trier – Ochtendung – Koblenz für 2014
In der Sitzung am 25. September hat der AK „Politik – Soziales – Bildung“ über die Vorträge für 2014 beraten.
Es gibt 3 – 4 Vorträge in Trier und 3 – 4 Vorträge in Ochtendung und Koblenz. Das Alten- und Pflegeheim St. Martin in Ochtendung macht in jedem Jahr 2 Vorträge für Gehörlose zugänglich – und übernimmt die Dolmetschkosten! Super!
Hier sind die Vorschläge für 2014
Rückmeldung (andere Themen, genauere Themen) bei „Anmerkung“ am Ende des Artikels.
- „Hin-Fallen/Stürzen vermeiden!“ (Altenheim Ochtendung im Januar 2014)
- Welche Aufgaben hat der IFD? (TR)
- Sexueller Missbrauch/Kinder- und Jugendschutz (TR/KO)
- Barrierefreie Feuerwehr und Notrufnummer (TR)
- Zeugen Jehovas (KO)
- Wechseljahre bei Frauen und Männern (TR)
- Erfahrungsbericht aus Chicago und St. Louis (TR/KO)
Rückmeldungen bitte bis 31. Oktober 2013 – als „Anmerkung/Kommentar“.
Wer sich meldet, kann mitbestimmen! (rs)
KOMMT NOCH: Sonntag der Weltmission am 27. Oktober – Ägyptische Christen brauchen Hilfe!
Am letzten Sonntag im Oktober ist in jedem Jahr der Sonntag der Weltmission in der gesamten katholischen Kirche.
In diesem Jahr ist das Schwerpunkt-Land „Ägypten“. Die Menschen dort haben in den vergangenen Jahrzehnten viel unter Präsident Mubarak gelitten. Nach der Befreiung im „Arabischen Frühling“ kamen die „Muslim-Brüder“ an die Macht. Im Moment herrscht das Militär. Besonders die Christen sind in einer sehr schwierigen Situation. Sie sind nur 10 % der Bevölkerung, also etwa 8 Millionen Gläubige. 90 % sind Moslems.
Das Hilfswerk “missio“ unterstützt auch ein Projekt der Gehörlosenseelsorge: Pfarrer Boulos hilft 150 Kindern und Jugendlichen, die Ägyptische Gebärdensprache zu lernen! Der Film heißt: „Gehörlos – aber nicht stumm!“ Pfr. Boulos kümmert sich auch um Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung.
Wir haben den Film gesehen und „missio“ gebeten, den Film zu untertiteln. „missio“ hat sofort reagiert und den Videofilm für uns untertitelt! Link zu der Fassung mit Untertiteln

Herzlichen Dank und herzlichen Glückwunsch an „missio“, besonders an Frau Bettina Tiburzy!
Wir unterstützen die Menschen und die Christen in Ägypten mit unserem Gebet und unserer Gabe. Hier der Link zum Hilfswerk „missio“.
Nachruf: Marianne Gansemer am 1. Oktober 2013 gestorben
Marianne Gansemer, geborene Schmitt.
Geboren am 01.08.1934 in Saarburg; gestorben am 01.10.2013 in Trier, begraben am 05.10.2013 in Saarburg.
„Ich habe sie zum ersten Mal gesehen bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 1996, in der großen Wallfahrtsmesse der Gehörlosengemeinschaft. Auf der einen Seite stand Pfarrer Heinz Schmitt im Licht der Lampenanlage und übersetzte den Gottesdienst mit Weihbischof Jakob in Gebärdensprache, auf der anderen Seite Marianne Gansemer, die Schwester von Pfarrer Schmitt.
Sie tat dasselbe: mit der gleichen Leidenschaft, mit der gleichen Freude an Mimik und Gestik, mit der gleichen Erwartung an Aufmerksamkeit und Hinschauen von den Gehörlosen.
Marianne Gansemer hat viele Jahrzehnte lang ihren Bruder in der Gehörlosenseelsorge als Dolmetscherin unterstützt – in einer Zeit, in der die Gebärdensprache noch nicht anerkannt war und von vielen Gehörlosenlehrern als „Plaudern“ abgewertet wurde und in der es noch keine „professionellen Dolmetscher“ gab.
Sie war eine „Power-Frau“, wie man heute so sagt. Sie hat gehörlose junge Leute auf Jugendfreizeiten begleitet – als „guter Geist“ und „Mädchen für alles“. Sie hat viele gehörlose Frauen unterstützt, durch verschiedene Dienste und Hilfen. Auch nach der Pensionierung ihres Bruder im Jahr 1997 war sie immer wieder in der Trierer Gehörlosengemeinschaft zu Gast: bei Seniorentreffen, bei Versammlungen, im Helenenhaus und in St. Irminen – am Anfang noch mit ihrem Mann Walter, später auch allein, mit und ohne Rollator.
Sie hat sicher nicht mit ihrem plötzlichen Tod gerechnet, auch wenn sie schon länger mit der Last des Alters und der Krankheit zu kämpfen hatte. Sie hat sogar noch im September ein Poloshirt mit unserem Gemeindelogo bestellt.
Nun ist sie ihrem Bruder Heinz nachgefolgt, der im Februar gestorben ist – in das Leben bei Gott. Und sicher hat sie sich dort schon vorgestellt und hat schon einige Geschichten erzählt. Im Namen vieler Gehörlosen danken wir für das Leben und den Dienst von Marianne. Wir werden sie in unserer Erinnerung und im Gebet bewahren!“
Ralf Schmitz

Bilder: Maria Fiebus, Jugendfreizeit in Steinbach/Österreich mit 60. Geburtstag von Marianne Gansemer. Mit Mann Walter und den „Priester-Brüdern“ Fritz und Heinz und mit der Reisegruppe. Lebensdaten: Beate Reichertz.
Eltern UND Lehrer brauchen Gebärdensprachdolmetscher! Übergabe der Unterschriftenliste an Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Trier am 16. September
Auch gehörlose Eltern sollen sich um das Lernen ihrer Kinder und um die Schule kümmern. Das erwartet die Schule, die Lehrer, die Gesellschaft. Selbstverständlich richtig.
Dazu müssen sich Eltern und Lehrer aber auch verstehen. Dazu brauchen beide Gebärdensprachdolmetscher, wenn die Lehrer keine Gebärdensprache können. Das ist doch auch selbstverständlich. Dann muss die Schule für den Dolmetscher sorgen – zumindest die Kosten übernehmen. Das ist doch selbstverständlich, oder? Aber nicht in Rheinland-Pfalz.
Immer wieder gibt es Probleme. Manchmal zahlt das Schulamt nicht 55,00 €/Stunde, sondern nur 50,00 €. Die Eltern müssen den Rest selbst bezahlen. Warum? Warum nicht die Lehrer? Manchmal bezahlt das Schulamt gar nicht – wenn es nicht um Bildung geht, sondern um Soziales. Dann soll der Schulträger bezahlen (Stadt, Kreis). Die sind aber fast pleite. Und es ist überall unterschiedlich.
Deswegen haben sich junge gehörlose Eltern mit dem Arbeitskreis „Politik – Soziales – Bildung“ zusammen getan und am 5. Mai beim „Tag der Gleichstellung“ auf dem Trierer Hauptmarkt eine Postkarten-Aktion durchgeführt: Die Öffentlichkeit soll das Problem kennen lernen und die gehörlosen Eltern unterstützen.
Am 16. September haben sie die große Zahl von Postkarten Ministerpräsidentin Malu Dreyer mitgegeben. Sie soll nicht nur die Postkarten mitnehmen nach Mainz, sondern auch das Anliegen: Eltern brauchen im Kontakt mit Schule Gebärdensprachdolmetscher.
Die Kosten dafür müssen von der „Öffentlichen Hand“ übernommen werden!
Mal sehen, wer wann was aus Mainz antwortet! Die Eltern bleiben „am Ball“! (rs)
Unser Praktikant Dominic Lück sagt: „Auf wieder-sehen!“
Dominic Lück schreibt zum Abschied:
„Liebe Freunde,
viele wichtige Schritte in meinem Leben sind mit Sprachen verbunden:
in der Schule: Deutsch, Englisch, Latein
im Studium in Trier: Griechisch, Hebräisch, Saarländisch
in Rom: Italienisch
in der Gehörlosengemeinde: Gebärdensprache. Leider kann ich von allen Sprachen Gebärdensprache am Schlechtesten.
Jetzt habe ich schon ein Jahr im Rom studiert – im Zentrum der Kirche.
Aber erst bei Euch habe ich das „Achte Sakrament“ kennen gelernt… und es gefällt mir!
Danke für die Gastfreundschaft in Eurer Gemeinde!
Auf Wieder-sehen, Dominic.“
Wir haben ihm bei unserem Fest zum „Zehnjährigen des Pfarrhauses“ für seine Interesse und seine Mitarbeit gedankt. Auch beim Fest hat er nochmal kräftig „angepackt“. Nicht nur beim Arbeitskreistreffen der Familien „Koblenz – Neuwied“ und beim Seniorentreffen in Trier bekam er spontan das Angebot: „Du kannst ja zu uns kommen, wenn Du Priester bist. Dann kann Ralf in Rente gehen!“ Das ist doch ermutigend….
Wir haben ihm ganz „handfest“ Gottes Segen für sein Studium und seinen Lebensweg gewünscht. Vielleicht können ihm die Erfahrungen bei uns und mit uns dabei eine Hilfe sein. (rs)
So hatte sich Dominic Lück vor 3 Wochen vorgestellt:
Hallo! Mein Name ist Dominic Lück und ich bin für die nächsten drei Wochen Praktikant in Ihrer Gemeinde. Ich bin 23 Jahre alt und komme aus Betzdorf/Sieg. Ich studiere seit drei Jahren Theologie – zuerst in Trier und nun seit einem Jahr in Rom. Neben dem Studium sind Praktika sehr wichtig für unsere Ausbildung: Ich möchte in dieser Zeit Erfahrungen sammeln – dem Leben in seinen unterschiedlichen Wegen und Gesichtern begegnen. Deswegen freue ich mich auf viele Begegnungen mit Ihnen!
ps: Ein Satz kann er schon gebärden:
