UN-Behindertenrechts-Konvention und Umsetzung in Deutschland

UN-Behindertenrechtskonvention: UN prüfen 2014 die Umsetzung in Deutschland

Im September 2014 prüft der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen erstmals in einem internationalen Verfahren, wie Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzt. Das Verfahren bietet die Chance, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu stärken. Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention fordert die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern auf, das Prüfungsverfahren aktiv mitzugestalten.
Quelle: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detailansicht.html?tx_commerce_pi1%5BshowUid%5D=480&cHash=afd221615bd0101fc9cb2791612e8a3f

Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, über die Bedeutung dieses Verfahrens für Menschen mit Behinderungen in Deutschland.
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/index.php?id=215&tx_ttnews%5Btt_news%5D=883&cHash=8f3e5545cd7b32e4ca23d63d157be22b

Pressemitteilung: Monitoring-Stelle: Bund und Länder sollen sich aktiv am UN-Prüfverfahren zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Deutschland beteiligen
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuell/news/meldung/article/pressemitteilung-monitoring-stelle-bund-und-laender-sollen-sich-aktiv-am-un-pruefverfahren-zur-ums.html

Barrierefreies Hören – Schwerhörigkeit

Inklusion Hörgeschädigter: Barrierefreies Hören im öffentlichen Raum

„Mainz, 20. Februar 2014. Menschen mit Hörproblemen haben ein Anrecht darauf, nicht ausgegrenzt zu werden. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) regelt barrierefreien Zugang, wobei unter Barrierefreiheit auch ausdrücklich die Kommunikation fällt. In Deutschland sind davon Millionen Menschen betroffen. Ist für sie die Verständigung im kleinen Gesprächskreis schon schwierig genug, so ist es in großen, lauten Umgebungen nahezu unmöglich, etwas zu verstehen.
Es sei denn, der Veranstaltungsraum ist mit einer speziellen Technik ausgestattet: Induktive Höranlagen, auch als Ringschleifenanlagen oder Induktionsschleifen bezeichnet, machen es möglich, dass auch Hörgeschädigte mit und ohne Hörhilfen Gesprächen in schwierigen Hörumgebungen folgen können. Mit induktiven Höranlagen wird die Sprache direkt auf das Hörgerät oder das Cochlea Implantat übertragen.
Voraussetzung ist, dass die Hörhilfe mit einer sogenannten T-Spule ausgestattet ist. Sie wandelt magnetische in elektrische Energie um und sorgt für hervorragenden Empfang, selbst in extrem lärmvoller Umgebung. Mit dieser Technik ist die Entfernung zum Vortragenden nebensächlich, auch eine ungünstige Raumakustik kann damit ausgeglichen werden. Hörgeschädigte ohne Hörhilfen können dem Geschehen über einen Kopfhörer folgen, der direkt an eine mobile induktive Höranlage angeschlossen wird. „In der Kirche oder beim Konzert, bei einem Vortrag oder einem Ausflug ist Hörverstehen wichtig, um am gesellschaftlichen Leben umfassend teilnehmen zu können“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker. „Sowohl bei Fragen zu Hörsituationen in den eigenen vier Wänden oder auch zum Hörverstehen im öffentlichen Raum steht der Hörakustiker als Experte jedem Ratsuchenden als fachkundiger Ansprechpartner zur Verfügung.“
Quelle: http://www.biha.de/media/Presse-Informationen/2014-02-20_Barrierefreies_hoeren.pdf

Broschüre „Impuls 5: Ganz OHR sein! Menschen mit Schwerhörigkeit im Altenpflegeheim begegnen“

Herausgeber: Amt für Gemeindedienst in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Schwerhörigenseelsorge der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern: Redaktion Pfr. Rolf Hörndlein
„Alten- und Pflegeheime sind mit den Schwierigkeiten schwerhöriger Menschen besonders konfrontiert, da ihr Anteil mit dem Alter zunimmt. Sind es in der Gesamtbevölkerung knapp 20%, so liegt der Anteil der Hörgeschädigten in der Altersgruppe 60–69 bei 37% und bei den über 70-Jährigen bei 54%. Es handelt sich dabei nicht um eine Erscheinung im Rahmen des normalen Alterungsprozesses. Die Altersschwerhörigkeit, besser Schwerhörigkeit im Alter, wird durch äußere Prozesse verursacht, insbesondere durch eine langjährige berufliche Lärmbelastung. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich, daher werden die Symptome meistens mit einem Hörgerät gemildert. Im Gegensatz zu anderen Behinderungen ist Schwerhörigkeit nicht sichtbar und gerade älteren Menschen ist zum Teil gar nicht bewusst, dass sie schwerhörig sind. Unter diesen Bedingungen können angemessene Verhaltensweisen und Kommunikationsformen schwerlich umgesetzt werden. Auf beiden Seiten – bei Betreuenden und Betroffenen – ist deswegen Information und Bewusstsein nötig. Woran erkennt man schwerhörige Menschen? Was bedeutet es, schwerhörig zu sein? Welche Schwierigkeiten lassen sich vermeiden? Wie kann Kommunikation erfolgreich sein? Welche technischen Möglichkeiten gibt es? Art und Umfang des Hörschadens können höchst unterschiedlich sein und sich im Laufe der Zeit verändern. Insofern ist ein Eingehen auf die individuelle Situation der Betroffenen unabdingbar.
Nicht zu verstehen bedeutet vom sozialen Leben ausgeschlossen zu sein, da Beziehungen wesentlich vom sprachlichen Austausch abhängen. Diese Isolation kann andere Erkrankungen oder Defizite verschlimmern, insbesondere trifft das auf die Altersdemenz zu. Dieses Impulsblatt gibt Betroffenen und ihren haupt- und ehrenamtlichen Bezugspersonen einige Anregungen, wie Kontakt und Kommunikation befriedigender gestaltet werden können. Letztendlich geht es darum, dass schwerhörige, alte Menschen so viel Selbständigkeit wie möglich bewahren bzw. zurück gewinnen, ihre Lebensqualität gesteigert und der Pflegebedarf verringert wird.“
Dieses Impulsblatt ist in Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft Altenheimseelsorge mit der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern entstanden.Quelle: http://www.afg-elkb.de/fileadmin/user_upload/afg/Altenheimseelsorge/2013_AHS_Impuls_5Ganz_Ohr_sein.pdf

VdK-TV: Barrierefrei Hören in öffentlichen Gebäuden

„Hören ohne Barriere“ – unter diesem Motto kamen am 28. Janaur 2014 in Lübeck viele Interessierte zum 1. Symposium der „Akademie für Hörakustik“ zusammen.
In Vorträgen und Workshops stellen Fachleute ihren jeweiligen Arbeitsbereich vor, wobei es vor allem auch um „barrierefreies Hören“ in öffentlichen Gebäuden ging. Dipl.- Ing. Carsten Ruhe, der beim Deutschen Schwerhörigen Bund (DSB) das Referat „Barrierefreies Planen und Bauen“ leitet, hat bei der 2010 erschienenen Norm zum „Barrierefreien Bauen“ massgeblich daran mitgearbeitet, dass in dieser DIN 18040 diesmal auch die Belange von Menschen mit Hörbehinderung aufgenommen wurden.
Quelle und Filmbeitrag mit Untertitel: http://www.vdktv.de/index.php?id=22&rid=557&sub=0
Quelle und Filmbeitrag: http://www.vdktv.de/index.php?id=22&rid=557

Links zu
DSB Referat Barrierefreies Planen und Bauen http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/referate.asp?page=01
Hören ohne Barriere HoB – e.V. http://www.hoeren-ohne-barriere.de
Induktive Höranlagen  in öffentlichen Gebäuden, Kinos, Kirchen und Theatern http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/hoeranlagen.asp?inhalt=01
Höranlagen in Ihrer Nähe finden http://www.hoeranlagen-bayern.de
Wie funktioniert eine indukTive Höranlage http://www.youtube.com/watch?v=ePtD0Oj5ijU

Medien und Informationen zum Thema INKLUSION

Medien zum Thema Inklusion 2014 beim Erzbistum München und Freising
Liste 

Medien zum Thema Inklusion Juli 2014 beim Bistum Augsburg
Liste

„Inklusion“ – Paradigmenwechsel im Sozialen
Artikel von Walter Beutler 09/2012

Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft (28.02.2014)
Initiative des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung
Gemeinsame Texte Nr. 22 – Herausgegeben von der Evangelischen Kirche in Deutschland und vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz,
www.dbk.de | www.ekd.de | www.sozialinitiative-kirchen.de
Fundstellen folgender Begriffe und ihre Häufigkeit:
Behinderung = 0
behindert = 0
Behinderte = 0
Barrierefrei = 0
Inklusion = 14
inklusiven = 1
Partizipation = 12
Teilhabe, teilhaben = 10
Integration = 3
Fürsorge = 2
Fundstellen „Inklusion“
Gemeinsame Verantwortung heißt, durch Inklusion und Partizipation zur Chancengerechtigkeit beizutragen S. 4
Auf viele dieser Faktoren – die Globalisierung, die wirtschaftliche Krisenanfälligkeit, die Bedrohung durch den Klimawandel, Probleme der sozialen Inklusion und Integration, den demografischen Wandel und die wachsenden sozialen Ungleichgewichte – hat der deutsche Gesetzgeber in den letzten zehn Jahren mit weitreichenden Veränderungen des überkommenen Wirtschafts- und Sozialmodells reagiert. S.9
Ethisches Leitbild sollte dabei die möglichst umfassende soziale Inklusion und Partizipation aller Menschen in unserem Land sein. S. 21
Gemeinsame Verantwortung heißt, durch Inklusion und Partizipation zur Chancengerechtigkeit beizutragen S. 41
Ethische Leitbilder eines solchen chancenorientierten gesellschaftspolitischen Diskurses sollten Inklusion und Partizipation sein. S. 42
Es ist nicht nur eine politische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diesen Herausforderungen unter der Zielperspektive von Inklusion und Partizipation zu begegnen. S. 43
Das setzt freilich auch die Bereitschaft jedes Einzelnen zu aktiver gesellschaftlicher Teilnahme voraus. Um das anspruchsvolle Projekt umfassender sozialer Inklusion zu verwirklichen, bedarf es sowohl der Chancengerechtigkeit als auch der Eigeninitiative. S. 43
Inklusion und Partizipation sollten auch die Leitperspektiven von Sozialpolitik im engeren Sinne werden. S. 43
Sozialpolitik unter der Leitperspektive von Inklusion und Partizipation ist darauf gerichtet, soziale Chancen zu eröffnen und damit Freiheit (neu) zu ermöglichen. S. 44
Entsprechend verstehen wir die Ideen zu einem aktivierenden und inklusiven Sozialstaat und einer entsprechenden Gesellschaft. Sozialstaatliche Instrumente sollten in dieser Richtung weiterentwickelt werden. S. 44
5x erscheint der Begriff „Inklusion“ in Überschriften
Im Text Begriffe „Inklusion“ und „Teilhabe“ farblich hervorgehoben

Pressemeldung: 28.02.2014 – Nr. 024
Katholische und evangelische Kirche stellen neue Ökumenische Sozialinitiative vor
„… Die katholische und evangelische Kirche setzen auf ein offenes Diskussionsforum, in dem sich die verschiedenen Gruppen wie auch interessierte Einzelpersonen zum Text äußern können. Mit der Vorstellung der Sozialinitiative im „Haus am Dom“ ist die Internetseite www.sozialinitiative-kirchen.de freigeschaltet. Dort können das gesamte Dokument oder einzelne Kapitel mit kurzen Kommentaren oder grundsätzlichen Stellungnahmen diskutiert werden.
Dieser Prozess führt auf einen Kongress am 18. Juni 2014 in Berlin hin, bei dem die Inhalte der Ökumenischen Sozialinitiative mit Politikern, Fachleuten und kirchlichen Verbänden diskutiert werden. Sowohl die Auswertung der Kommentierungen im Internet als auch die Beiträge des Kongresses werden in einer Buchveröffentlichung zusammengestellt…“ http://www.dbk.de

Michael Geisberger, Pastoralreferent, Katholische Hörgeschädigten- und Blindenseelsorge im Bistum Augsburg; Hausanschrift: Kappelberg 1, 86150 Augsburg; Postanschrift:  86140 Augsburg; Telefon: 0821 3166- 2355; Telefax: 0821 3166- 2359
E-Mail: hoergeschaedigte@bistum-augsburg.de
Internet:
www.hoergeschaedigt.bistum-augsburg.de

Quarks & Co: Inklusion – Behindertes Lernen?

Sendung vom 07.01.2014
„Inklusion heißt ein neues Menschenrecht ? 153 Länder haben die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Das bedeutet, Schüler mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen. Die Frage aber ist: wie? Quarks & Co schaut in Schulklassen, wie Inklusion in der Praxis funktionieren kann, und berichtet von Ängsten, Erwartungen und Erfahrungen der Eltern, Lehrer und Schüler. Brauchen wir noch Sonderschulen? Wo stößt Inklusion an ihre Grenzen? Und können am Ende alle von Inklusion profitieren?“  Quelle: http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/quarks-und-co/quarks-und-co-inklusion-behindertes-lernen?documentId=18929996

Was bedeutet Inklusion?

Sendung vom 17.02.2014

„Seit Deutschland 2009 die UN-Konvention zur Inklusion von Menschen mit Behinderung unterzeichnet hat, wird Betroffenen die Möglichkeit gegeben, gleichberechtigt mit nicht Behinderten am öffentlichen Leben teil zu nehmen. Wir zeigen, wie Inklusion im Land umgesetzt wird.“ Zitat

http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen-rp/landesschau-rheinland-pfalz/was-bedeutet-inklusion?documentId=19740454

Wir machen Schule

Sendung vom 06.02.2014

„Sommer 2012, ein ehemaliges medizinisches Labor-Gebäude im Kölner Süden. Überall liegen noch Schutt, Deckenreste und alte Kabel. Hier soll in wenigen Wochen der Unterricht einer inklusiven Schule für zunächst 78 Schüler beginnen.“ Zitat

http://www.ardmediathek.de/einsfestival/doku-am-nachmittag/wir-machen-schule?documentId=19531792

Inklusion – was ist das?
Hier eine einfache Erklärung in Leichter Sprache von der Aktion Mensch.

Song: der Blind Foundation „Inklusion“

Song: „Happy“

 

 

 

KOMMT NOCH: Besinnungstage auf der Marienburg vom 5. bis 7. Februar

Wie in jedem Jahr wird es wieder Besinnungstage für Schülerinnen und Schüler auf der Marienburg geben. Eingeladen sind alle, die die Gehörlosenschulen in Neuwied, Lebach und Trier besuchen und im Jahr 2015 aus der Schule entlassen werden. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Tage.

„Du bist ein Schatz“ Erstkommunion für 8 besondere Gäste in der Gehörlosengemeinde am 27. Oktober

8 besondere Kinder haben in unserer Gemeinde ihre Erste Heilige Kommunion gefeiert. Sie besuchen die Trevererschule und die Porta-Nigra-Schule in Trier und die Levana-Schule in Schweich. Sie waren schon bei uns zu Gast im Monatsgottesdienst im September. Die Bischöfliche Pressestelle hat einen ausführlichen Bericht geschrieben, der unten zu lesen ist. Ein kleiner Gebärdenchor machte mit, natürlich unsere Gottesdiensthelfer, verstärkt durch den Messdiener Christopher Morbach aus Heiligkreuz. Am Schluss gratulierte PGR-Vorsitzender Norbert Herres den Kindern und den Eltern zum großen Fest und sagte: „Ihr seid bei uns immer herzlich willkommen!“ Eine richtig „inklusiver Gottesdienst“ – so wie Gott es sich wünscht! Danke auch an Matthias Werner, der die Fotos gemacht hat! (rs)
 

Hier der Bericht der „Bischöflichen Pressestelle“vom 29.10.2013
Trier – „So voll habe ich die Kirche selten gesehen“, begrüßt Pfarrer Ralf Schmitz die acht Kommunionkinder, deren Gäste und die restliche Gemeinde in der Herz-Jesu-Kirche in Trier. Pfarrer Schmitz spricht nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Händen – in Gebärdensprache. Die Kinder tragen weiße Kleider oder Anzüge. Einige von ihnen sitzen im Rollstuhl. Alle Kommunionkinder haben eine körperliche oder auch geistige Behinderung. Die Erstkommunion für Kinder mit Behinderung wird auf Dekanatsebene organisiert. Sie findet alle zwei Jahre statt, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Gehörlosengemeinde. Rund drei Monate haben sich die Mädchen und Jungen aus dem Dekanat Trier vorbereitet. Am 27. Oktober haben sie gemeinsam die Erstkommunion empfangen.
   
Vor dem Altar stehen und liegen viele Gegenstände, darunter eine Bibel, ein Spiegel, eine Schüssel mit Wasser und acht Schatzkistchen. Symbole, die schon in der Kommunionvorbereitung eine Rolle spielten: Aus der Bibel hörten die Kinder viele Geschichten über Jesus; mit dem Spiegel sollten sie ihre Einzigartigkeit erkennen; das Wasser soll für ihre Taufe stehen und die Schatzkiste sie auch in Zukunft an die gemeinsamen Treffen und die Feier ihrer Erstkommunion erinnern. „In den Katechesen haben wir viel mit sinnlichen Erfahrungen gearbeitet. Die Kinder durften anfassen, hören und singen“, erklärt die Trierer Dekanatsreferentin Katja Bruch, die die Kinder in dieser Zeit begleitet hat. Eines der Lieder aus den Vorbereitungstreffen wird auch an diesem Tag wieder gesungen. In diesem heißt es „Ich bin einmalig. Ich bin ein Schatz, kostbar und schön“.

 
Nicht nur die Kinder haben sich an den Sonntagnachmittagen der letzten Wochen kennengelernt. Während sie zusammen in ihrer Gruppe waren, hatten auch ihre Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen. Thomas Mergener ist der Vater des zehnjährigen Angelo. „Die Vorbereitung war sehr einfühlsam und informativ, selbst für uns Eltern“, berichtet er. „Es war interessant zu sehen, wie andere Eltern mit der Situation umgehen und sehr erfahrungsreich.“ Es sei leider schwierig, die Kinder zusammen mit ihren Altersgenossen in der Heimatpfarrei für die Erstkommunionfeier vorzubereiten, sagt Mergener. Das Angebot des Dekanats soll es ermöglichen, dies den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder entsprechend zu tun. „Jede Familie entscheidet für sich, welche Möglichkeit für ihr Kind die richtige ist“, erklärt Katja Bruch.
Auch auf dem Altar steht eine Schatzkiste. In ihr befinden sich ein silberner Teller und ein silberner Becher. „Beides brauchen wir für das heilige Mahl. Heute dürft ihr die Verbindung mit Jesus besonders spüren“, sagt Pfarrer Ralf Schmitz zu den Kindern, bevor sie zum ersten Mal an der Heiligen Kommunion teilnehmen.
Das schönste an diesem Tag sei die Hostie gewesen, meint Angelo im Anschluss an den Gottesdienst. Und die zehnjährige Ashley erklärt: „Einfach der ganze Tag war schön. Wir feiern heute noch. Mit Nachbarn, Freunden, mit allen eigentlich.“
Weitere Informationen gibt es beim Dekanat Trier, Paulusplatz 3, 54290 Trier, Tel.: 0651-9794190.

 

„Gott lädt alle ein“ – Interessante Gäste in unserer Trierer Messe am 22. September

Der Tisch ist vorbereitet, aber es sind noch keine Gäste da! Das musste der „reiche Mann“ erleben, der ein großes Fest vorbereitet hatte, aber die Gäste kamen nicht! Alle hatten Ausreden.

Wir haben die Geschichte am Pfingstmontag erlebt – bei unserem Gartenfest in der Herz-Jesu-Kirche.
Der Gastgeber hat dann andere Gäste eingeladen – arme Menschen, Menschen mit Behinderung, Fremde – und sie alle kamen – und ein großes Fest wurde gefeiert. Das konnten wir schon am Pfingstmontag erleben – in unserer Messe am 22. September aber noch viel mehr! 5 Kinder, die sich auf die Erste Heilige Kommunion vorbereiten, waren zu unserer Messe gekommen! Sie fühlen sich in ihrer Kirche zuhause nicht so richtig wohl, weil etwas anders sind. Bei uns sind „alle etwas anders“ – so haben wir sie zu uns eingeladen. Und sie sind gekommen.
 Sie können zwar nicht gebärden, aber dafür zum Beispiel mit „Lichtgeschwindigkeit“ per Rolli durch die Kirche rasen. Oder ganz wunderbar freundlich gucken! Keiner kann alles – keiner kann nichts!

Wir haben gesehen und gehört, dass Jesus die Menschen zum Essen und Trinken eingeladen hat – und zum Geschichten erzählen, zum Lachen und Weinen, zum Zuhören und Zuschauen. Dafür steht der kleine Tisch, mit dem schönen bunten Kindertuch. Er hat seine Freunde aber auch eingeladen, ein besonderes Mahl zu feiern: die Kommunion – die Gemeinschaft mit ihm, in Brot und Wein. Und von dem einen Tisch zum anderen Tisch liegt ein roter Weg.

Es war eine ganz neue Erfahrung für uns in der Gehörlosengemeinde – und auch für unsere kleinen und großen Gäste. Wir freuen uns schon auf die Erste Heilige Kommunion am 22. Oktober. Dann werden wir noch mehr erleben, was unsere Gäste alles können – und wie sie sich auf die Erste Heilige Kommunion vorbereitet haben.

 

Gott,
du hast uns eingeladen – wir sind gekommen.
Wie sehen hier und heute viele neue Gesichter.
Es sind Menschen, die du besonders liebst:
Sie können mit ihren Händen sprechen -
mit ihren Augen hören -
mit einem Rolli gehen -
mit dem Herzen spüren -
und sich mit ihren Stimmen freuen!
Wir bitten dich:
Dein Geist öffne unsere Herzen füreinander.
Dein Geist mache uns zu einer Gemeinschaft.
So bitten und danken wir
mit Christus unsern Herrn. Amen. Weiterlesen

Pfarrei St. Matthias wird 10 Jahre alt…. Herzlichen Glückwunsch!

„Die Pfarrei St. Matthias wird 10 Jahre alt???? Das kann doch gar nicht sein! Da stehen doch so viele alte Gebäude: die Kirche, das Kloster, der Friedhof…. Die sind doch älter als 10 Jahre!“ Stimmt. Aber die Pfarrei St. Matthias, so wie sie jetzt ist, ist erst 10 Jahre alt. Die wurde 2003 gegründet – aus den früheren Pfarreien St. Matthias, St. Valerius und Herz-Jesu. In diesem Jahr sind wir auch in unser Pfarrhaus – das alte Pfarrhaus der Pfarrei Herz Jesu – eingezogen. Unser Pfarrhaus gehört jetzt auch der Pfarrei St. Matthias. Das Bistum hat das Haus für uns noch für weitere 50 Jahre gepachtet…

Die Pfarrei St. Matthias wird also 10 Jahre alt.
Wir haben schon herzlich gratuliert und für 10 Jahre gute Nachbarschaft gedankt.
Im Monat September gibt es Feierprogramm. Bei Interesse bitte im Pfarrbüro unserer Gemeinde melden, vielleicht kann eine Kommunikationsassistenz möglich gemacht werden.
Am 29. September werden wir im Inklusiven Abendlob mit Salve &  Singflut  unsere „Geburtstagsgrüße“ überbringen. Das Thema heißt: „Gottes Wohnung bei den Menschen – alle inklusive!“