Inklusive Weihnachtsmesse am 2. Weihnachtstag – 26. Dezember in Trier

Weihnachten 2017 in Trier – wirklich inklusiv! Wie in jedem Jahr feierten die Trierer Gehörlosen mit ihren hörenden Freunden und Gemeindemitgliedern einen wunderbaren, lebendigen Weihnachtsgottesdienst am 2. Weihnachtstag – nachmittags um 17.00 Uhr.
In diesem Jahr war er wirklich inklusiv, so wie schon die Feier der Osternacht. Menschen, die aus dem Iran nach Deutschland geflohen sind, haben sich entschieden, den Christlichen Glauben anzunehmen. An Weihnachten waren es eine Familie mit 2 Kindern und 2 einzelne Erwachsene. Eine Familie, die im Moment in der Pfalz leben muss, bekam keine Erlaubnis, um nach Trier zur Taufe zu kommen. So kam zur Deutschen Gebärdensprache und zur Deutschen Lautsprache auch noch „Farsi“,dazu „Persisch“, die Muttersprache unserer iranischen Freunde.
   
Es ist bewegend, wenn erwachsene Menschen oder eine ganze Familie getauft und gefirmt werden. Sie zeigen, dass man sich für den Glauben entscheiden muss. Christ ist man nicht „automatisch“. Der Diakon Stephanus hat seinen Glauben an Jesus mit dem Leben bezahlt. Ihn feiern wir in jedem Jahr am 26. Dezember. Er zeigt: Glaube, das ist nicht nur „Spaß“ – das kann auch sehr ernst sein – und ein großes Opfer fordern.



Das Patenamt übernahmen Iraner, die an Ostern 2017 oder im Jahr 2016 bei uns getauft wurden. Sie werden von unserer Dekanatsreferentin Katja Bruch und ihrem Mann Diakon David Bruch vorbereitet. Wir sind in dieser Zeit wie eine große Familie geworden, die in unserem Pfarrhaus zusammen Weihnachten gefeiert hat.

Nach vielen Weihnachtsliedern in Laut- und Gebärdensprache – natürlich zum Schluss auch, wie in jedem Jahr, in Letzeguergesch (= Luxemburgisch)begann das Weihnachtsfest in der Kirche. Viele Grüppchen und Kreise feierten zusammen die Geburt Jesu – in vielen Sprachen und Kulturen. So viele hätten in unserem Pfarrhaus nicht Platz gehabt.
Und am Schluss gab es auch noch eine Überraschung: diesmal waren nicht die Gehörlosen die letzten: ein paar Hörende haben die Kirche gute eine Stunde nach der Messe zugeschlossen., darunter der Pfarrer und die Vorsitzende des Verwaltungsrates. Alle freuen sich schon auf das Kirchenprojekt “.sredna – anders sehen hören schmecken“ in der Osterzeit 2018. Da gibt es auch wieder viel Inklusives zu erleben!

Hier 2 Lieder mit Gebärdenkantorin Maria Fiebus, Chor „Singflut“ und Gemeinde:

 

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