Geschafft: Trierer Bistumssynode ist abgeschlossen! 2 gehörlose Synodale haben tapfer 2 1/2 Jahre mitgemacht!

Herzlichen Glückwunsch:
Die Trierer Bistumssynode ist geschafft. Über 260 Mitglieder haben 2 1/2 Jahre lang über die Zukunft des Bistums beraten. Sie haben Bischof Stephan Ackermann viele Ideen und Wünsche mitgegeben – auch den Wunsch, die volle Teilhabe von allen („Inklusion“) möglich zu machen und Barrieren abzubauen, die die dem entgegen stehen.

Unsere 2 Synodalen Beate Reichertz und Norbert Herres haben tapfer mitgemacht: in den Vollversammlungen und in den Sachkommissionen. GebärdensprachdolmetscherInnen haben für die Kommunikation gesorgt – und dafür, dass Gebärdensprache ein wichtiges Merkmal der Synode war.

 

 

Wenn Beate und Norbert ausgeschlafen haben, werden wir sie „interviewen“ und fragen, wie für sie das Großprojekt „Synode“ war….
Hier schon mal der Text des Schlussdokumentes, das am 30. April abends gegen 22.30 Uhr mit großer Mehrheit angenommen und vom Bischof unterschrieben wurde.
Jetzt ist zwar die Synode zu Ende – aber ihre Umsetzung fängt an. Sie wird das Bistum Trier verändern!

Das Abschlussdokument zum Lesen

Trierer Bistumssynode – Interview mit den beiden gehörlosen Synodalen zum Stand der Dinge

Die 4. Vollversammlung der Synode fand in der Koblenz Jugendkirche „X ground“ statt. Hier wurden die ersten Arbeitsergebnisse der 10 Sachkommissionen vorgestellt. Beate Reichertz und Norbert Herres haben in 2 verschiedenen Sachkommissionen mitgearbeitet.
Nach einer kleinen Erholungspause erzählen sie ihre Eindrücke und Erfahrungen.
 

Norbert Herres hat noch einen Links zur SWR-Mediathek geschickt – leider ohne Untertitel. Link zum Clip: http://swrmediathek.de/player.htm?show=08cd42d0-fa68-11e4-828c-0026b975f2e6

 

 

Synode im Bistum Trier – Leitsätze, wie das „Miteinander“ gelingen kann…

Die Synode hat auf der 2. Vollversammlung im April 2014
„Leitsätze“ beschlossen, wie die Beratungen gut gelingen können und wie eine gute Gemeinschaft wächst.

Die gehörlosen Synoden-Mitglieder haben mitgeholfen – und die Leitsätze in verständliche Sprache übersetzt.

Diese wurden dann von der Synode übernommen. Hier können die Leitsätze herunter geladen werden.
Norbert Herres und Beate Reichertz haben vorgeschlagen: Wir wollen die Leitsätze auch für unsere Beratungen in der KGG und für ein gutes Miteinander übernehmen.

3. Vollversammlung der Trierer Synode in Saarbrücken vom 2. – 4. Oktober 2014: Erste Ergebnisse aus den Sachkommissionen

     
Am Samstagabend, 4. Oktober schickten Norbert und Beate diese Bilder von der Synode. Norbert schrieb: „Die Dritte Vollversammlung der Diözesansynode ist zu Ende. Bericht folgt in der nächsten Woche. Jetzt fahren wir endlich nach Hause…“
Sicher war das Treffen wieder sehr anstrengend – danke, dass die beiden die „last“ auf sich nehmen und für uns bei der Synode mitmachen!

Wer schon ein paar Berichte auf der Bistumsseite lesen will:

Mit Gottvertrauen, Selbstbewusstsein, Neugier und Empathie. Dritte Vollversammlung der Synode im Saarbrücker E-Werk eröffnet

Spannend und sehr aufregend. Dritte Vollversammlung der Synode abgeschlossen

Wie geht’s Euch, Kinder Gottes? Bolivianischer Besuch bei der Vollversammlung der Synode in Saarbrücken

2. Arbeitstreffen der Synode am 8. März – mit Gebärdenchor und Pfarrgemeinderat

Am 8. März fand das 2. Arbeitstreffen der Synode statt. Es ging um das Thema „Zeichen der Zeit“. Die Synode hatte den Gebärdenchor zur Mitgestaltung des Morgengebetes eingeladen. So fing die Pfarrgemeinderatssitzung nicht im Pfarrhaus, sondern im Robert-Schuman-Haus hoch über der Stadt Trier an.
           

Hier der Link zur Bilderreihe bei Facebook. Norbert und Beate hatten an dem Tag sehr viel zu tun. Es war für sie ein schönes Gefühl, den anderen Pfarrgemeinderatsmitgliedern ein bisschen „Synode“ zu zeigen.
  
Auf dem Rückweg herunter ins Pfarrhaus lag die Stadt noch im Morgennebel. Aber der verschwand im laufe des Tages. Hoffentlich verschwindet auch der Nebel aus den Köpfen – sowohl in der Synode wie auch im Pfarrgemeinderat!

 

Synodengebet – in leichter Sprache

Herr Jesus Christus,
du bist unser Erlöser.
Du zeigst der Kirche den richtigen Weg.
Du hast uns versprochen:
„Ich bleibe immer bei euch!“
Darauf vertrauen wir.
Wir glauben:
Du bleibst auch in unserem Leben!

Jesus, schenke uns deinen Heiligen Geist!
Mit dem Heiligen Geist erkenne wir, was in dieser Zeit wichtig ist.
Der Heilige Geist soll auch unsere Beratungen begleiten.
Er soll das wegnehmen, was uns von einander trennt.
Er soll uns Geduld geben, damit wir einander zuhören.
Er soll uns den Mut geben, die Zukunft mit zu gestalten.

Jesus, wir wollen in der Synode offen miteinander reden.
Wir wollen wie Geschwister miteinander umgehen.
Wir sind miteinander unterwegs.
Wir wollen auf das hören, was der Heilige Geist uns sagt.
Wir wollen miteinander ein Zeichen für deine Frohe Botschaft sein.
Wir wollen miteinander ein Werkzeug für deine Frohe Botschaft sein.

Heilige Maria, du bist die Beschützerin unseres Bistums Trier.
Heiliger Apostel Petrus, du bist der Beschützer unseres Trierer Doms.
Heiliger Apostel Matthias, du bist für deinen Glauben an Jesus gestorben.
Allen Heiligen und Seligen unseres Bistums Trier,
bitte zusammen für uns bei Gott.
Damit helft ihr uns.
Dann können wir heute unseren Auftrag als Gemeinschaft von Jesus erfüllen.
Amen.

Originaltext des Synodengebetes

2. Synodentreffen am 1. Februar: Schwere Themen und viel Arbeit

Norbert Herres und Beate Reichertz waren am 1. Februar auf dem 2. Synodentreffen. Dabei ging es um das Thema „Zeichen der Zeit“ – wie man sie erkennt und aus dem Glauben deutet. Eigentlich sollte das Treffen „ohne Öffentlichkeit“ sein, damit die Synodenmitglieder ungestört und konzentriert arbeiten können. Aber unsere beiden Mitglieder haben trotzdem ein Foto heraus „geschmuggelt“. Abends hat Norbert per What’s-App geschrieben: Wir sind total erschöpft. Wir gehen jetzt heim und brauchen Entspannung“! Beate musste für die Synode sogar auf die „Glaubensschule 25″ verzichten! Wir erfahren später sicher noch mehr von den beiden!

Eröffnung der Synode: Der 2. Tag am 14. Dezember

Nach Frühstück und Messe in der St. Maternus-Kirche in Trier (Heiligkreuz) in Laut- und Gebärdensprache ging es nach St. Maximin – in die „Synoden-Aula“.
Hier einige Bilder – der Bericht von Norbert und Beate folgt später.
 

Wir kamen in der Synodenaula an. Dort war die Anmeldung und wir bekamen ein Namensschild. Bischof Ackermann begrüßte die Versammlung. Dann sollten sich alle kennenlernen – es war nur wenig Zeit: 5 Minuten. Anschließend gab es Gruppen mit 15 Personen. Dabei sollten wir über 3 x Aufmerksamkeit sprechen: Was ist los in mir drin? Was ist los um mich herum? Was fällt mir besonders auf im Zusammenleben mit Gott? Das war nicht so einfach. Die Dolmetscher haben die Themen ein bisschen leichter erklärt – trotzdem, es war schwierig. Danach gab es ein gemeinsames Gebet.
Zum Schluss wurden die „Synoden-Schals“ ausgeteilt. Endlich gab es etwas zum Essen und zu Trinken. Dabei war der Schal wie ein „Bon“: Ohne Schal kein Essen und Trinken!
Klar, von der anschließenden Musik hatten wir nichts, aber das Theaterspiel war gut!
Um 22.00 Uhr war der erste Teil zu Ende. Wir fielen müde ins Bett. Es waren viele Eindrücke am ersten Tag!

Den zweiten Tag haben wir mit der Messe in St. Maternus angefangen. Etwa 40 Synodale waren gekommen, dazu einige Leute aus der Gemeinde. Wir haben die Messe in Gebärden- und Lautsprache gefeiert, wie immer.

Am Anfang des 2. Tages bekamen wir die Bücher über die Teilnehmer. Nach Gebet und Begrüßung durch den Bischof haben wir über das Haupt-Thema der Synode gesprochen: „Was kann die Kirche besser machen?“ Es gab ein großes rundes Papier für eine Gruppe, da konnten wir unsere Ideen und Vorschläge aufschreiben. Für uns war wichtig: Die Kirche soll menschenfreundlicher sein, die Sprache soll einfacher sein, es soll mehr zum Anschauen geben, zum Beispiel Gebärdensprache und Theater. Dann kann man die Glaubensthemen besser verstehen. Jeder hatte andere Meinungen.
  

Nach dem Mittagessen wurden die Moderatoren und Moderatorinnen gewählt: 2 Frauen und 2 Männer. Sie sollen die Sitzungen der Synode leiten und für eine gute Zusammenarbeit sorgen. Es sind: Wolfgang Drehmann, Anja Peters, Manfred Thesing und Sr. Edith-Maria Magar. Die Wahl dauerte zwei Stunden. Es wurde langweilig: die Jugendlichen fielen an mit Papierfliegern zu spielen – und Norbert spielte mit! Kirche ist eben aus Spaß und Spiel! Gottseidank gab es auch bei der Synode das „Achte Sakrament“: Kaffee und Kuchen. Sehr wichtig!

Es wurde dann überlegt, wie die Synode weitergehen soll. Termine wurden gemacht, Schritte wurden festlegt. Es gab dann eine länger Pause bis zum Anfang des Abendsgebet. Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz) und Klaus Jensen (OB von Trier) kamen auch zum Eröffnungsgottesdienst. Lieder, Gebete und Lesungen aus der Heiligen Schrift wurden vorgetragen. Mit einer Schale wurde Wasser herum gereicht. Alle konnten sich zur Erinnerung an die Taufe mit Wasser segnen.
Wir haben auch einige gute Bekannte wiedergesehen – zum Beispiel Pfr. Michael Knipp, der früher in der Gehörlosengemeinde mitgearbeitet hat. Auch Malu Dreyer konnte sich gut an ihren Besuch bei uns im Sommer 2012 erinnern, da war sie noch Sozialministerin. Sie wunderte sich über ihre Namensgebärde. Bischof Ackermann konnte sich auch noch erinnern – aber nicht mehr so ganz richtig. Die Gebärde für Ackermann (= Bauer) war richtig, aber die Gebärde für Bischof war nicht ganz richtig – die Gebärde für Bischof Marx war die Löwen-Mähne und nicht  der große Körperumfang. Toll, dass sich alle an die Gebärden und an uns erinnern!

So ging das erste Treffen mit viel Freude zu Ende. Es hat mir gut gefallen. Klar, es ist nicht leicht, aber ich freue mich drau, wie es weitergeht… (Beate Reichertz).
    

Hier der Bericht der Bischöflichen Pressestelle vom 2. Tag.

Hier der Link zum Bericht im „Trierischen Volksfreund“. Beate wurde auch interviewt.

Gabi Kloep-Weber, Pastoralreferentin für Inklusive Seelsorge im Bezirk Koblenz und Synodale hat unsere beiden Synodalen Norbert und Beate kennen gelernt und ihnen den Link zu einem tollen Lied über Inklusion geschickt. Zum Anschauen und Weitermailen! Vielen Dank an Gabi!

SWR Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz,  13.12.2013 | 1:32 min
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 Bericht von der Ersten Vollversammlung in Leichter Sprache mit Bildern

Newsletter vom Synodenbüro über die Erste Vollversammlung mit Bild „Bischof Ackermann mit gehörlosen Synodalen

Segen und Sendung für unsere Synodenmitglieder bei der Adventsfeier der Trierer Senioren am 13. Dezember

Als Beate Reichertz und Norbert Herres im Herbst die Adventsfeier der Trierer Senioren planten, wussten sie noch nicht, dass der 13. September für sie ein ganz besonderer Tag wird: als Mitglieder der Synode im Bistum Trier.
So konnten die Trierer Senioren im Namen der ganzen Gehörlosengemeinde den beiden gratulieren, und ihnen zusammen mit Pfarrer Ralf Schmitz einen Segen geben für ihre wichtige Aufgabe. Sie legten ihnen die Hände auf die Schulter – und gaben ihren so ihre Kraft und ihren Segen mit. Die Heilige Kraft war richtig zu spüren!
Ihre Ehepartner Rolf Reichertz und Daniela Herres unterstützen die beiden – sie halfen den Senioren beim Aufräumen nach der Feier.

Beate und Norbert gingen dann zu Fuß in die frühere Abteikirche St. Maximin gegenüber vom Bahnhof. Dort fand die ersten Versammlung statt. Die beiden bekamen als Zeichen ihrer Beauftragung den Synoden-Schal. Hier auch schon ein erster Blick in den Synoden-Saal.

Am Samstagmorgen frühstückten sie zusammen im Pfarrhaus und feierten dann die Heilige Messe in Lautsprache und Gebärdensprache in der Kirche St. Maternus in Trier-Heiligkreuz. Einige Synodenmitglieder hatten eine solche Messe wohl noch nicht gesehen. Sie machten große Augen… Wir sind gespannt auf die Erlebnisse der beiden nach der ersten Vollversammlung.

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